Ein Polizeiauto steht in der Großen Straße in Verden in der Nähe einer zerstörten Bankfiliale. © Maren Momsen, NDR Foto: Maren Momsen

Gesprengter Geldautomat in Verden: Polizei wertet Hinweise aus

Stand: 26.04.2024 11:59 Uhr

Unbekannte haben am frühen Donnerstagmorgen einen Geldautomaten in der Innenstadt von Verden gesprengt. Die Polizei untersucht nun Zeugenaussagen über verdächtige Fahrzeuge und die Flucht der Täter.

Die Ermittlerinnen und Ermittler hatten zunächst vermutet, dass sich neben dem detonierten Sprengsatz noch ein weiterer in der Filiale befinden könnte. Die Polizei hatte den Bereich um das Gebäude zwischenzeitlich weiträumig abgesperrt und Spezialkräfte des Landeskriminalamts (LKA) hinzugezogen. Noch am Donnerstagvormittag konnten die Ermittler Entwarnung geben - in dem Gebäude befanden sich weiteren Sprengsätze. Ersten Erkenntnissen zufolge war der Sprengstoff gegen 3.45 Uhr gezündet worden. Die folgende Druckwelle sei so stark gewesen, dass die Eingangstür nach außen gedrückt worden sei, sagte eine Polizeisprecherin.

Zeugen sahen schwarzen BMW Richtung Autobahn fahren

Die Täter seien geflohen - ob mit oder ohne Beute, war zunächst unklar. Auch wie hoch der Schaden an dem Gebäude ist, ist laut Polizei noch nicht bekannt. Verletzt wurde niemand. Zeugen beobachteten laut Polizei einen schwarzen BMW, der mit vier Personen in Richtung Nordertor-Kreisel und Autobahnauffahrt Verden-Nord fuhr. Die Ermittlerinnen und Ermittler prüfen nun, ob es sich um dieselben Täter handelt, die bereits mehrfach Geldautomaten im westlichen Niedersachsen, nahe der niederländischen Grenze, gesprengt haben.

Polizei bittet Anwohner, Videokameras auszuwerten

Die Polizei sucht weitere Zeuginnen und Zeugen. Diese werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (04231) 80 60 zu melden. Laut Polizei soll zur Tatzeit zudem ein Radfahrer in der Innenstadt unterwegs gewesen sein, der die Männer auch angesprochen hatte. Die Ermittlerinnen und Ermittler bitten ihn dringend, sich zu melden. Zudem werden alle, die in dem Bereich wohnen und Videokameras haben, gebeten, die Aufnahmen zu sichten und relevante Aufzeichnungen an die Polizei zu übermitteln.

Karte: Hier gab es 2024 Geldautomatensprengungen oder Versuche

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