Stand: 22.05.2018 16:16 Uhr

Zu wenig Regen: Landwirte klagen über Trockenheit

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Für die Natur und die Landwirtschaft ist das anhaltend trockene Wetter mittlerweile zu einem großen Problem geworden.

Für die meisten waren die vergangenen sonnigen und warmen Maitage einfach nur schön. Das Wetter hat aber auch seine Schattenseiten: Die Waldbrandgefahr hat in einigen Region in Niedersachsen die höchste Stufe erreicht. Und auch die Landwirtschaft leidet: In einer Umfrage von NDR 1 Niedersachsen berichten die Landvolk-Verbände Vechta, Osnabrück und Emsland über erste Trockenschäden.

Ertragseinbußen drohen

Betroffen sind nach Angaben von Landwirt Johannes Schürbrock aus Neuenkirchen (Landkreis Osnabrück) etwa Kartoffeln und Wintergerste. Vor allem an leichten, sandigen Stellen gäbe es Probleme. Jeder Schauer werde begrüßt, sagte der Sprecher vom Landvolk Osnabrück. Vor dem Hintergrund der Frühlingsgewitter, die am Sonntag vor einer Woche für Überschwemmungen in Osnabrück gesorgt hatten, schränkt Schürbrock aber auch ein, dass örtlicher Starkregen nicht weiter helfe. Ähnliche Rückmeldungen gibt es auf NDR Anfrage auch aus dem Emsland und dem Landkreis Vechta. Noch stünde die Ernte zwar überwiegend gut. Sollte die Trockenheit aber noch längere Zeit anhalten, würden Ertragseinbußen drohen, heißt es.

Waldbrandgefahr auf höchster Stufe

Das sonnige Wetter der vergangenen Wochen sorgt zudem weiterhin für eine hohe Wald- und Grasland-Brandgefahr. Betroffen ist vor allem der Nordosten Niedersachsens: In fast allen Landkreisen gilt auf dem Waldbrandgefahren-Index des Deutschen Wetterdienstes die höchste Stufe fünf. In Alarmbereitschaft ist die Waldbrandzentrale in Lüneburg: Zwei bis drei kleinere Brände werden hier täglich registriert, heißt es von Seiten der Niedersächsischen Landesforsten. Die Flugzeuge der Kreisfeuerwehr, die bei größeren Waldbränden die Einsatzkräfte aus der Luft koordinieren, mussten allerdings noch nicht abheben.

Moor- und Böschungsbrände

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Waldbrandgefahren-Index

Einstufung der Waldbrandgefahr an den Stationen des Deutschen Wetterdienstes. extern

Im südwestlichen Niedersachsen hat sich die Lage noch nicht derart zugespitzt. Anders als im Nordwesten geht der Wetterdienst hier von einer mittleren Waldbrandgefahr aus. Gleichwohl musste die Feuerwehr im Landkreis Vechta bereits zu mehreren Moor- und Böschungsbränden ausrücken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 22.05.2018 | 14:30 Uhr

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