Stand: 13.09.2019 15:07 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Wiesenvögel: Rückgang der Bestände dramatisch

Die Zahl der Wiesenvögel im Emsland geht stark zurück - auch in Vogelschutzgebieten. Das belegen Zahlen des Naturschutzbundes (NABU) im Emsland, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Demnach sind die Bestände von Uferschnepfe und Bekassine im nördlichen Emsland und südlichen Ostfriesland um mehr als 90 Prozent zurückgegangen. Der NABU Emsland erhebt seit 1987 den Vogelbestand in EU-Schutzgebieten bei Dörpen, Rhede und Esterwegen. Vor rund 30 Jahren nisteten dort noch 395 Brutpaare der Uferschnepfe. Heute sind es nur noch 32.

Vögel finden weniger Futter

Auch Brachvögel und Kiebitze werden immer seltener, sagt NABU-Sprecher Karl Heinz Augustin NDR 1 Niedersachsen. Er bezeichnet die Lage als dramatisch und geht landesweit von ähnlich starken Rückgängen aus. Die Gründe für den Rückgang seien vielschichtig: Heiße Sommer legen Schutzgebiete trocken, es fehlen Blühwiesen und damit am Ende Insekten als Futter für Vogelküken. Ein weiterer Faktor sei die intensive Landwirtschaft. Der Naturschutz brauche die Bauern als Partner, sagt Augustin. Er fordert stärkere Kontrollen der Vogelschutzgebiete.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 13.09.2019 | 14:30 Uhr

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