Nasse Pflastersteine in Brake. © Nord-West-Media TV

Wesermarsch: Ausgangssperre seit Mitternacht beendet

Stand: 25.02.2021 06:34 Uhr

Zehn Tage lang duften die Bewohner des Landkreises Wesermarsch wegen zu hoher Infektionsszahlen abends und nachts ihre Wohnungen nicht verlassen. Nun ist die Ausgangssperre aufgehoben worden.

Offiziell gilt die Regelung seit Mitternacht nicht mehr, wie der Landkreis mitteilte. Aufgehoben werde die Ausgangssperre, weil der Sieben-Tage-Inzidenzwert inzwischen wieder unter 200 liege, genauer: bei aktuell 178 Infektionen. Allerdings ist das noch immer der höchste Wert in Niedersachsen. Landrat Thomas Brückmann (parteilos) wertete die Ausgangssperre trotzdem als Erfolg und dankte den Menschen für das Einhalten der Regel.

Weniger als 100 Verstöße

Positive Bilanz auch bei der Polizei: Es habe keine großen Feiern gegeben, die aufgelöst werden mussten, sagte eine Polizeisprecherin gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Allenfalls seien ein paar Einzelpersonen nach 21 Uhr unterwegs gewesen - meist Menschen, die abends noch schnell Zigaretten holen waren oder noch kurz vor Ladenschluss einkaufen gegangen sind. Laut Polizei waren diese aber einsichtig. Insgesamt habe es weniger als 100 Verstöße gegeben - bei insgesamt 90.000 Einwohnern der Wesermarsch.

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Auch die Schulen im Landkreis gehen wieder ins Szenario B über, was für etliche Klassen Wechselunterricht bedeutet. Man sei den Szenarienwechsel schon derart gewohnt, sagte eine Schulleiterin NDR 1, dass man gut darauf vorbereitet sei. Außerdem habe es finanzielle Landeshilfen für die Schulen gegeben. Das Ergebnis: Es gibt jetzt Spuckschutzwände und CO2-Messgeräte in den Klassenräumen. Die noch immer hohen Infektionszahlen sehen aber auch die Schulen weiter mit Sorge.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 25.02.2021 | 06:30 Uhr

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