Stand: 08.04.2019 15:37 Uhr

VW stellt Umbaupläne für Emder Werk vor

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Für den Bau von E-Autos wird sich das VW-Werk in Emden künftig verändern.

Volkswagen will heute die Pläne für den Umbau seines Werkes in Emden vorstellen. Dort sollen ab 2022 nach und nach keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr gebaut werden. Stattdessen plant der Autokonzern, in Ostfriesland jedes Jahr 300.000 Elektroautos zu fertigen. Bis 2025 soll der Umstieg abgeschlossen sein. Der Konzern hat angekündigt, mehr als eine Milliarde Euro in den Umbau des Emder Werkes zu investieren. Welche Umbaumaßnahmen konkret erforderlich sind, könnte heute erstmals öffentlich werden. Weil der Bau von Elektroautos weniger arbeitsintensiv ist, kostet die Umstellung Arbeitsplätze. Etwa ein Dutzend der insgesamt rund 500 befristet Beschäftigten wehren sich bereits vor dem Arbeitsgericht Emden dagegen, dass VW sie künftig nicht mehr beschäftigen will.

Vierte Schicht wurde gestrichen

In dem Werk in Emden hatte es zuletzt wegen der stark gesunkenen Nachfrage nach dem VW-Passat immer wieder Kurzarbeit gegeben. Jetzt wurde eine von vier Schichten gestrichen, sodass 1.500 Mitarbeiter umgeschult werden mussten. Ab 2022 wird der Passat in Tschechien gebaut. Mit Sondermodellen des Arteon und dem neuen Shooting-Break, einer sportlichen Arteon-Variante, hoffen die Emder, die Zeit bis zum Baustart der E-Autos überbrücken zu können.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 08.04.2019 | 07:30 Uhr

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