Der Einsatzgruppenversorger "Berlin" fährt am Marinestützpunkt in Wihelmshaven ein. © picture alliance/dpa/Sina Schuldt Foto: Sina Schuldt

UN-Mission: Marineschiff "Berlin" unterwegs Richtung Libyen

Stand: 05.03.2021 18:01 Uhr

Der Einsatzgruppenversorger "Berlin" mit rund 220 deutschen Marinesoldaten an Bord ist von Wilhelmshaven Richtung Mittelmeer aufgebrochen. Die Mission: die Kontrolle des Waffenembargos gegen Libyen.

Die "Berlin" wird rund vier Monate im Einsatz sein, wie ein Marinesprecher mitteilte. Gemeinsam mit litauischen Kollegen, die ebenfalls an Bord sind, sollen die Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der EU-Operation "Irini" Frachtschiffe kontrollieren, die unterwegs nach Libyen sind.

Fast alle Soldaten gegen Corona geimpft

Mehr als 90 Prozent der Besatzung habe sich vor der Abfahrt freiwillig gegen das Coronavirus impfen lassen, so die Marine. Eine zweite Impfung mit dem Mittel des Herstellers AstraZeneca soll in wenigen Wochen auf See erfolgen. Damit sei die Besatzung der "Berlin" die erste Marineeinheit, die mit Impfschutz zu einer Auslandsmission startet.

Waffen- und Ölschmuggel verhindern

Der mehr als 170 Meter lange Einsatzgruppenversorger ist das größte Schiff der Deutschen Marine und wird Mitte März im Einsatzgebiet erwartet. Ziele von "Irini" sind die Stabilisierung des Bürgerkriegslandes Libyen und die Unterstützung des UN-geführten Friedensprozesses. Neben Waffenschmuggel soll die "Berlin" auch Ölschmuggel verhindern. Zuletzt hatte die Bundeswehr sich von August bis Dezember mit der Fregatte "Hamburg" am EU-Einsatz "Irini" beteiligt.

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Die Fregatte "Hamburg" fährt auf der Nordsee in den Jadebusen ein, um in den Marinestützpunkt einzulaufen. © dpa-Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Nach Einsatz: Fregatte "Hamburg" zurück in Wilhelmshaven

Wegen Corona wurde auf einen Empfang verzichtet. Das Schiff hatte seit August ein UN-Embargo gegen Libyen mit überwacht. (20.12.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.03.2021 | 08:00 Uhr

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