Toter Mondfisch am Strand von Juist entdeckt

Stand: 10.01.2022 21:20 Uhr

Ein Spaziergänger hat am Strand auf der Insel Juist einen toten Mondfisch entdeckt. Eigentlich lebt die Art in wärmeren Meeren, einige Exemplare driften aber auch mal in die Nordsee.

Es sei nicht vollkommen außergewöhnlich, dass im Wattenmeer Mondfische angespült werden, sagte der Juister Nationalpark-Ranger Markus Großewinkelmann. Sie bewegen sich nicht sehr schnell, werden von der Strömung getrieben und gelangen so im Sommer in die Nordsee. Das gestrandete Tier ist laut Nationalparkverwaltung vermutlich vom Winter überrascht worden. Die Kälte mache die Mondfische bewegungsunfähig, sie stranden dann.

Mit 110 Zentimetern eher klein

Dennoch sei der Fund "ein besonderes Erlebnis". Bei dem auf Juist angespülten Mondfisch handele es sich mit einer Länge von 80 Zentimetern und einem Durchmesser von Rücken- bis Bauchflossenspitze von 110 Zentimetern um ein eher kleineres Exemplar.

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Mondfische können mehr als drei Meter groß werden

Laut der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer zählen Mondfische zu den größten und schwersten Knochenfischen, die die Weltmeere bewohnen: Sie können bis zu 3,30 Meter lang und 2,3 Tonnen schwer werden. Ihr lateinischer Name "Mola mola" bedeute so viel wie "Mühlstein". Den Angaben zufolge gehören sie zur Ordnung der Kugelfischverwandten.

Anfällig für Plastikmüll

Sie ernähren sich hauptsächlich von gallertartigen Lebewesen wie Quallen oder Salpen. Diese Vorliebe mache sie besonders anfällig dafür, Plastikmüll zu fressen, da sie Plastiktüten mit Quallen verwechseln, so die Nationalparkverwaltung. Dezimiert habe das ihren Bestand allerdings nicht, weil sie sich sehr gut vermehrten. So könne ein Mondfischweibchen pro Laichvorgang bis zu 300 Millionen Eier ablegen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 10.01.2022 | 06:30 Uhr

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