Stand: 10.04.2020 17:00 Uhr

Tote Schafe: Test bestätigt Wolfsangriff auf Deich

In der Schaufel eines Radladers liegt ein totes Schaf.
Auf dem Emsdeich wurden die Schafe vom Wolf attackiert. Nach dem Fund wurden sie abtransportiert.

Das niedersächsische Umweltministerium hat bestätigt, dass ein Wolf im März in der Gemeinde Westoverledingen im Landkreis Leer Schafe und Lämmer gerissen hatte. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen am Sonnabend. Eine DNA-Probe konnte einem bekannten Wolf zugeordnet werden. Der Rüde hatte demnach bereits im vergangenen Oktober in Sachsen Tiere gerissen. Dabei konnte seine DNA gesichert werden. Diese stimme nun mit den Proben im Landkreis Leer überein. Umweltminister Olaf Lies (SPD) teilte mit, dass Wolfsrisse an Deichen nicht toleriert werden könnten. Wenn es keine Schafe am Deich gebe, sei der Hochwasserschutz gefährdet, erklärte Lies.

Schafe musste aus dem Ems-Schlick gerettet werden

Der Wolf hatte die Schafsherde angegriffen und dabei die 19 Schafe und Lämmer gerissen. Elf weitere Tiere seien offenbar in Panik auch ins Wasser geflüchtet und abgetrieben. Sie sind seitdem Wolfsangriff verschwunden. Schäfer Heinz Kemper hatte die toten und verletzten Tiere Ende März auf dem Deich entdeckt. Einige Schafe musste die Feuerwehr aus dem Schlick der Ems mit Leitern retten. Zwei Tage später waren zwei tote Schafe und ein verletztes Tier auf einem Hof in der Gemeinde Detern entdeckt worden. Dort stehe das Ergebnis der DNA-Proben noch aus, teilte das Umweltministerium mit.

Weitere Informationen
Ein gerissenes Schaf liegt auf einem Deich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.04.2020 | 08:00 Uhr

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