Stand: 03.08.2021 15:23 Uhr

Tod eines 19-Jährigen: Keine weiteren Ermittlungen

Ein Blaulicht auf einem Polizeiwagen, im Hintergrund ein weiterer Polizeiwagen. © picture alliance/dpa Foto:  Friso Gentsch
Der junge Mann war festgenommen worden und später im Krankenhaus gestorben. Die Todesursache ist unklar. (Themenbild)

Die Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg sieht nach dem Tod eines festgenommenen 19-Jährigen in Delmenhorst keinen Anlass für weitere Ermittlungen. Die Beschwerden der Angehörigen gegen die Einstellung der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Oldenburg seien zurückgewiesen worden. Das sagte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, Carolin Castagna, und bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

In Gewahrsamszelle zusammengebrochen

Am 5. März hatten Polizisten den 19-jährigen Quosay K. kontrolliert, weil sie den Verdacht hatten, dass er unter Drogen stand. Es kam zur Auseinandersetzung. Die Beamten setzten Pfefferspray ein. Der junge Mann wurde festgenommen. Später, in der Gewahrsamszelle, brach er zusammen. Einen Tag später starb er in Oldenburg im Krankenhaus.

Generalstaatsanwaltschaft: Kein Fremdverschulden

Angehörige und Freunde des jungen Mannes zeigten die beteiligten Polizisten und auch die Rettungskräfte an. Als die Staatsanwaltschaft Oldenburg die Ermittlungen einstellte, legten sie Beschwerde ein. Wie die Generalstaatsanwaltschaft nun mitteilte, habe die Staatsanwaltschaft korrekt festgestellt, dass kein Fremdverschulden erkennbar sei.

Genaue Ursache für Tod bleibt unbekannt

Dass die Angehörigen den Fall damit ruhen lassen, ist eher unwahrscheinlich. Ein Unterstützerkreis der Familie bleibt bei den Vorwürfen gegen die Behörden. Die Ursache für den Tod des 19-Jährigen haben Experten trotz mehrerer gerichtsmedizinischer Untersuchungen bislang nicht genau klären können. Rechtlich könne die Familie Beschwerde beim niedersächsischen Justizministerium einlegen, sagte Castagna.

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