Stand: 11.02.2019 14:46 Uhr

Tausendfacher Trottellummentod: Virus war es nicht

Noch immer ist offen, was zum Tod von rund 20.000 Trottellummen geführt hat.

Die vor Borkum und der niederländischen Küste verendeten Trottellummen sind laut Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) nicht an einer Virus-Erkrankung gestorben. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen.

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Tote Trottellummen an Borkums Küste angespült

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Vor Borkum werden vermehrt tote Trottellummen angespült. Grund könnten Giftstoffe sein, die bei der Havarie der "MSC Zoe" aus über Bord gegangenen Containern ausgetreten sind. Video (03:06 min)

LAVES setzt Untersuchungen fort

Jetzt würden die verendeten Tiere auf Giftstoffe untersucht. Unter anderem soll getestet werden, ob in den Vögeln Spuren der Chemikalie Benzolperoxid nachzuweisen sind. Der Stoff wird unter anderem als Arznei bei Hauterkrankungen angewandt. Der Stoff könnte durch die Havarie der "MSC Zoe" in die Nordsee gelangt sein. Das Containerschiff hatte Anfang Januar in einem Sturm rund 300 Container verloren. Auch zwei Container mit Gefahrgut waren dabei über Bord gegangen. Bisher sieht das Umweltministerium in Hannover sieht keinen Zusammenhang zwischen der Schiffshavarie und dem Vogelsterben.

Was ist die Ursache für die Magen-Darm-Schäden?

Bei einem weiteren verendeten Vogel, der beim LAVES untersucht wurde, hatten Wissenschaftler eine Magen-Darm-Erkrankung festgestellt. Magen-Darm-Schäden hatten vor allem die Tiere aufgewiesen, die an der niederländischen Küste angespült wurden. Fremdkörper, wie Plastikteile, hatten die Wissenschaftler des LAVES bei der Untersuchung des Verdauungstrakts der Vögel nicht gefunden.

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Tote Trottellummen auch auf Borkum angetrieben

Auf Borkum werden derzeit tote Trottellummen angespült. Zuvor war in den Niederlanden von 20.000 Kadavern die Rede. Ob es einen Zusammenhang mit der Havarie der MSC Zoe gibt, ist unklar. (08.02.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 11.02.2019 | 14:30 Uhr

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