Stand: 16.06.2019 17:45 Uhr

Tag der Niedersachsen endet mit Trachtenumzug

Als Kaiser Wilhelm und seine Gemahlin verkleidet nimmt dieses Paar beim Fest "Tag der Niedersachsen" am Umzug von über 100 Trachten-, Volkstanz- und Musikgruppen teil. © dpa Foto: Carmen Jaspersen
Der Tag der Niedersachsen in Wilhelmshaven endete mit dem traditionellen Trachten-Umzug - angeführt von einem Kaiser-Wilhelm-Darsteller.

Mit Spielmannszugklängen und historischen Kostümen ist der 36. Tag der Niedersachsen in Wilhelmshaven zu Ende gegangen. Mehr als 100 Vereine, Organisationen, Sportgruppen und Spielmannsumzüge aus allen Landesteilen zogen bei Nieselregen über den Bontekai entlang des Ems-Jade-Kanals durch die Stadt. Sportvereine waren in farbenfrohen Trikots dabei. Etwa 1.600 Menschen nahmen nach Angaben der Organisatoren am Festumzug teil, der den Höhepunkt des Landesfestes darstellte.

Rund 300.000 Besucher

Rund 300.000 Besucher zählte der Tag der Niedersachsen, knapp 6.000 Menschen wirkten am Programm mit. "Wilhelmshaven hat seine Stärken ausgespielt", sagte Wilhelmshavens Oberbürgermeister Andreas Wagner (CDU) zum Abschluss. Die Stadt habe sich als jung, innovativ und kreativ präsentiert. Beim 36. Tag der Niedersachsen gab es erstmals bei einem Landesfest ein Plastikverbot, um das Wattenmeer zu schützen: Es gab keine Strohhalme und auch kein Plastik-Einweggeschirr, für die Trinkbecher wurde ein Pfand genommen.

Bischof: Heimat bedeutet Sicherheit

Beim ökumenischen Gottesdienst am Sonntag haben beide große Kirchen die Bedeutung der Heimat betont. Oldenburgs evangelischer Bischoff Thomas Adomeit sagte, dass Heimat Sicherheit bedeute und ein Platz sei, an dem Menschen sein dürfen, wie sie sind. Adomeit und sein katholischer Kollege, Weihbischof Wilfried Theising aus Vechte, forderten zudem Christen auf, sich für Flüchtlinge zu engagieren. Auch in Wilhelmshaven hätten Vertriebene schließlich einst eine Zuflucht gefunden.

Tänzer und historische Schiffe

Das Fest wurde am Sonnabend von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) eröffnet - gemeinsam mit Innenminister Boris Pistorius (SPD) und Oberbürgermeister Andreas Wagner (CDU). Gestartet war der Tag der Niedersachsen allerdings schon am Freitagnachmittag. Zum Auftakt gab es Musik und Showeinlagen von Artisten und Tänzern. Außerdem waren in der Stadt an der Jade zahlreiche Schiffe zu sehen: Am Bontekai hatten Großsegler, historische Schiffe wie die "Hydrograaf" und auch eine Fregatte der Marine festgemacht. Interessierte können die Schiffe das ganze Wochenende besichtigen. Tausende Besucher tummelten sich am Bontekai.

Sieben Themenmeilen und sechs Bühnen

Viel los war auch am Südstrand: Dort stellten sich Niedersachsen auf einer großen Tourismus-Meile vor. Heiß begehrt waren am sonnigen Wochenende dabei die Strandkörbe. Auch die Südstadt mit der Jadeallee und der Rhein- und Weserstraße wurde zur Festmeile. Auf sieben Themenmeilen präsentierten sich zahlreiche Vereine und Institutionen aus dem ganzen Land. Dabei gingt es um Umwelt und Technik, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sowie Kirche. Auf insgesamt sechs Bühnen gab es Programm.

Seit 1981: Tag der Niedersachsen

Der Tag der Niedersachsen ist ein dreitägiges Landesfest, das seit dem Jahr 1981 organisiert wird. Veranstaltungsort ist jeweils eine niedersächsische Stadt. Das Fest fand bis 2015 jährlich statt - mittlerweile nur noch im Zwei-Jahres-Rhythmus. Wilhelmshaven war zum ersten Mal Ausrichter des Landesfestes. Dort gibt es am Montag noch einen Festakt und einen Großen Zapfenstreich mit Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), weil die Stadt in diesen Tagen auch ihr 150-jähriges Bestehen feiert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.06.2019 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Einsatzkräfte der Polizei versammeln sich vor den Durchsuchungen in Wilhelmshaven. © picture alliance/dpa/Sina Schuldt Foto: Sina Schuldt

Zwei Haftbefehle nach Drogenrazzia in Wilhelmshaven

Bei Durchsuchungen haben Hunderte Einsatzkräfte der Polizei am Dienstagvormittag mehr als 40 Objekte durchsucht. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen