Die Straßen von Seesen (Landkreis Goslar) sind nach einem starken Regenschauer überschwemmt. © extremwetter.tv

Starkregen: Häuser im Landkreis Aurich besonders in Gefahr

Stand: 19.04.2021 17:10 Uhr

Zehn Prozent der Häuser in Niedersachsen sind aufgrund ihrer geografischen Lage bei unwetterartigem Regen stark gefährdet. Ganz vorne liegt dabei der Landkreis Aurich.

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft  (GDV) ist in der ostfriesischen Kommune der Anteil der Gebäude mit der höchsten Starkregengefährdung mit 23 Prozent am höchsten. Knapp dahinter folgen die Wesermarsch und der Landkreis Leer. In Wolfsburg dagegen sind lediglich drei Prozent der Gebäude in der höchsten Gefahrenstufe.

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Lage der Gebäude entscheidend

Auch bei der Schadenshöhe liegt der Landkreis Aurich lansdesweit mit an der Spitze. Zwischen 2002 und 2018 entstanden hier durch Starkregen im Schnitt Kosten von mehr als 4.200 Euro pro Haushalt. "Je tiefer ein Gebäude liegt, je länger das Wasser darin steht, desto höher ist der Schaden", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Dies trifft vor allem vor allem auf Häuser zu, die in Küstennähe, in Tälern oder in der Nähe von Gewässern liegen. Im Vergleich der Bundesländer liegt Niedersachsen auf Rang acht, die meisten stark gefährdeten Häuser gibt es in Thüringen.

Vorbeugende Maßnahmen möglich

Vorbeugend empfiehlt der Versicherungsverband, Flächen freizuhalten, damit Wasser versickern kann. Außerdem sei es sinnvoll, Wasserspeicher anzulegen und Fenster und Türen abzudichten. Wer neu baut, sollte gleich höher bauen. Inzwischen können die Versicherer für jedes Gebäude die Gefährdung berechnen. Abhängig von seiner Lage werde jedes Gebäude einer von drei Gefährdungsklassen zugeordnet. Für Hausbesitzer in besonders gefährdeten Regionen dürfte es somit teurer werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 19.04.2021 | 15:00 Uhr

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