Stand: 13.12.2019 21:07 Uhr

Seute Deern: Museum versinkt in Folgekosten

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven und sein Museumsschiff "Seute Deern" stehen vor schweren Zeiten: Trotz einer Millionenzusage vom Bund für die Rekonstruktion des auf Grund gelaufenen Exponats stehen neue finanzielle Herausforderungen ins Haus. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, fallen neusten Berechnungen zufolge jährliche Instandhaltungskosten von rund 2,3 Millionen Euro für alle musealen Projekte an. Größter Einzelposten sind mit rund 800.000 Euro die Kosten für die nachgebaute "Seute Deern". Das ist das Vierfache des regulär zur Verfügung stehenden Budgets von rund 200.000 Euro.

Stiftungsrat will Bedingungen der Bundeshilfe klären

Das Schifffahrtsmuseum kündigte daher am Freitag nach Beratungen des Stiftungsrats an, zunächst die genauen Bedingungen der zugesagten Bundeshilfen klären zu wollen. Man freue sich über die in Aussicht gestellte Unterstützung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, hieß es. Es seien aber noch Gespräche über die Konditionen geplant. "Um die weitere Planung voranzutreiben, müssen wir zunächst den Zuwendungsbescheid abwarten", sagte die Chefin des Stiftungsrats, Claudia Schilling.

Bund gibt 46 Millionen Euro für Nachbau

Das aus dem Jahr 1919 stammende Museumsschiff war am 31. August im Alten Hafen von Bremerhaven gesunken. Die Bergung dauerte Wochen. Ein Gutachten hatte dem Wahrzeichen der Stadt einen "konstruktiven Totalschaden" bescheinigt. Der unter Denkmalschutz stehende Holzsegler sollte ursprünglich abgewrackt werden, was rund 2,5 Millionen Euro gekostet hätte. Dann kündigte der Bund überraschend an, 46 Millionen Euro für einen Nachbau der "Seute Deern" zur Verfügung zu stellen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 13.12.2019 | 13:30 Uhr

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