Ein Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens. © picture alliance/dpa Foto: Friso Gentsch

Senior stürzt in Hafen und stirbt - Gaffer behindern Retter

Stand: 15.02.2021 14:45 Uhr

Am Hafen von Neuharlingersiel (Landkreis Wittmund) ist am Sonntagnachmittag ein 73-Jähriger ins Wasser gestürzt. Er verstarb später in einer Klinik.

Sein 20 Jahre alter Enkel, der den 73-Jährigen begleitete, versuchte noch, seinen Großvater zu retten und sprang ihm hinterher - ohne Erfolg. Rettungskräfte bargen den leblosen Senior aus dem Wasser und brachten ihn mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Wilhelmshaven. Dort starb er.

"Keine Hinweise auf Fremdverschulden"

Der Enkel erlitt eine Unterkühlung, er wurde in eine Klinik nach Wittmund gebracht. Warum der 73-Jährige an der Hafenkante ins Straucheln geriet, ist unklar. "Wir haben keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Wir gehen von einem tragischen Unglück aus", sagte ein Sprecher der Polizei Wilhelmshaven NDR.de am Montag.

Videos
Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr steht in dicken Rauchschwaden. © NDR Foto: Stefan Rampfel
1 Min

Feuerwehr: Vom Notruf zum Einsatz

Was passiert, wenn Sie im Notfall die 112 anrufen? Dieses Video erklärt die fünf W-Fragen und was die Feuerwehrleute zwischen Notruf und Einsatz machen. 1 Min

Gaffer machen Videos und Fotos

Der Vorfall ereignete sich gegen 14 Uhr - zahlreiche Spaziergänger waren zu dieser Zeit am Hafen unterwegs. Einige Augenzeugen machten nach Angaben der Polizei mit ihren Smartphones Videos und Fotos von den Rettungsversuchen und behinderten teilweise die Rettungskräfte. Wie viele Gaffer sich genau eingefunden hatten, konnte die Polizei gegenüber NDR.de nicht präzisieren.

74-Jähriger missachtet Landeplatz für Rettungshubschrauber

Gegen einen 74-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Nötigung und Behinderung eingeleitet. Der Mann wollte trotz mehrfacher Aufforderungen und deutlichen Hinweisen der Beamten sein Auto auf ein abgesperrtes Areal fahren, auf dem der Rettungshubschrauber landen sollte. Vier Beamte mussten sich mit dem widerspenstigen Autofahrer auseinandersetzen. Dass hier gerade ein Rettungseinsatz stattfand, habe auch für ihn ersichtlich sein müssen, so eine Sprecherin der Polizei Wittmund.

Dieses Thema im Programm:

Aktuell | 15.02.2021 | 14:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Nasse Pflastersteine in Brake. © Nord-West-Media TV

Wesermarsch: Ausgangssperre endet Donnerstag um 0 Uhr

Zehn Tage durften die Menschen nachts ihre Grundstücke nicht verlassen. Nun sind die Infektionszahlen gesunken. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen