Stand: 19.02.2019 08:51 Uhr

Peter Kossen mit Preis für Zivilcourage geehrt

Prälat Peter Kossen wird für sein Engagement für die Rechte von Werkvertragsarbeitern in der Fleischindustrie ausgezeichnet.

Prälat Peter Kossen hat Montagabend den Vikar-Henn-Preis für Zivilcourage der Bürgerstiftung Cloppenburg erhalten. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde erstmals in diesem Jahr verliehen. Ausgezeichnet werden Menschen, die sich im Alltag gegen Gewalt und Diskriminierung, für Menschenwürde und Gerechtigkeit eingesetzt haben. Aus insgesamt 16 Vorschlägen wählte die Jury Prälat Kossen aus. Der katholische Geistliche, der inzwischen in Lengerich (Nordrhein-Westfalen) lebt und arbeitet, kämpft auch nach seinem Abschied aus Vechta für die Rechte von Werkvertragsarbeitern in der Fleischindustrie der Region, gegen Lohndumping und schlechte Wohnverhältnisse.

Preisgeld spendet Kossen an neuen Verein

Die 2.500 Euro will Kossen dem neu gegründeten Verein Aktion Würde und Gerechtigkeit spenden, der sich um die Belange der Werkvertragsarbeiter kümmern wird. "Es ist ein feierlicher Anlass heute, ich freue mich über den Rückenwind, der von dieser Feststunde ausgeht. Und ich hoffe, dass es für diejenigen, die sich hier vor Ort für Gerechtigkeit engagieren, auch Rückenwind bedeutet", sagte Kossen bei der Preisverleihung.

"Mutig Missstände angeprangert"

In der Laudatio würdigte der frühere Chef des Museumsdorfs Cloppenburg, Uwe Meiners, dass Prälat Kossen mutig Missstände anprangere, auch wenn er von manchen als Störenfried und Nestbeschmutzer bezeichnet werde. Mit diesem Mut, auch mal anzuecken, sei Kossen genau der richtige Preisträger im Sinne des Namensgebers Vikar Henn, so Hubert Breuer von der Bürgerstiftung Cloppenburg. Vikar Ernst Henn lebte von 1909 bis 1945 in der Region Cloppenburg und prangerte früh die menschenverachtenden Verbrechen der Nationalsozialisten an.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 19.02.2019 | 07:30 Uhr

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