Oldenburgischer Feuerwehrverband fordert schnellere Impfung

Stand: 20.04.2021 14:50 Uhr

Vielen Feuerwehrleuten genügt die Ankündigung der Landesregierung nicht, dass sie in der Impfgruppe 3 oben auf der Liste stehen. Ihre Geduld ist erschöpft, so der Oldenburgische Feuerwehrverband.

Es werde ein "wertschätzendes Signal zur Impfpriorisierung der Feuerwehren von der Landesregierung" erwartet, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Verband kritisiert darin Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Diese habe die Verabreichung von Restimpfstoffen an Feuerwehrmitglieder untersagt.

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Feuerwehrmitglieder fühlen sich ausgenutzt

Die Spitzenverbände der Feuerwehren hätten im Bund und im Land versucht, mit den Entscheidungsträgern eine Lösung zu erarbeiten. Dabei hätten sich die Feuerwehrverbände bisher konstruktiv und moderat verhalten, so der Oldenburgische Feuerwehrverband weiter. Inzwischen habe sich bei den Feuerwehren der Eindruck verstärkt, "dass unsere Loyalität und kooperative Zusammenarbeit ausgenutzt werden, um anderen lautstarken Interessensgruppen entgegenzukommen".

Verärgerung auch in Osnabrück

Auch bei der Feuerwehr in Osnabrück herrscht Unverständnis. "Wir stellen fest, dass wir mit zunehmender Dauer der Pandemie an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeit kommen", sagte Kreisbrandmeister Cornelis van de Water im Gespräch mit dem NDR in Niedersachsen. "Da wir noch nicht geimpft sind, wird der Druck in den Feuerwehrhäusern immer größer." Van de Water fordert deshalb, dass die freiwilligen  Feuerwehren in der Impfpriorisierung weiter nach vorne geholt werden. "Wir wollen keinem Impfberechtigten mit Vorerkrankung etwas wegnehmen, aber unseren Kräften den bestmöglichen Schutz bieten."

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 20.04.2021 | 06:30 Uhr

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