Stand: 13.07.2018 21:22 Uhr

Meyer Werft arbeitet weiter mit Subunternehmer

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Die Papenburger Meyer Werft hatte nach den Vorwürfen gegen ein Subunternehmen eine Düsseldorfer Kanzlei eingeschaltet.

Die Meyer Werft aus Papenburg will nach der Prüfung von Vorwürfen die Zusammenarbeit mit einem umstrittenen Subunternehmer vorerst fortsetzen. Ein früherer Mitarbeiter der Werkvertragsfirma hatte Anfang April im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" von unhaltbaren Zuständen berichtet, darunter Arbeitszeiten von täglich bis zu 15 Stunden, dubiose Abrechnungen, Einbehaltungen von bis zu 50 Prozent des Lohnes sowie Nichtauszahlungen von Urlaubs- und Krankengeld. Die Meyer Werft hatte daraufhin angekündigt, die Vorwürfe restlos aufklären zu wollen und dafür die Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer mit der Überprüfung der Vorwürfe beauftragt. Auch Zoll und Staatsanwaltschaft ermitteln in der Angelegenheit.

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Meyer Werft: Kritik an Subunternehmern hält an

Hallo Niedersachsen -

Keine Arbeitsverträge, keine Krankenversicherung - die Lage vieler osteuropäischer Werkvertragsarbeiter von Subunternehmen der Papenburger Meyer Werft ist weiterhin erschreckend.

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Kanzlei sieht "Verbesserungspotenzial"

Aus Sicht der Kanzlei zumindest ließen sich die Vorwürfe nach bisherigem Stand nicht bestätigen, hieß es am Donnerstag. "Verbesserungspotenzial" gebe es jedoch durchaus, weswegen die Werft Maßnahmen ergreifen wolle. Der Subunternehmer solle etwa künftig regelmäßig belegen, dass mindestens der Mindestlohn an die Mitarbeiter ausgezahlt wird und dass Mehrarbeit vergütet oder durch Freizeit ausgeglichen wird. Würde sich aber aus den Ermittlungen der Behörden ergeben, dass doch gegen Gesetze verstoßen wurde, solle die Zusammenarbeit beendet werden.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 13.07.2018 | 19:30 Uhr

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