Kinder bei einem Schwimmkurs der DLRG. (Archivbild) © picture alliance / Rolf Vennenbernd/dpa Foto: Rolf Vennenbernd

Mehr Nichtschwimmer wegen Corona: Kommunen starten Offensive

Stand: 17.05.2021 08:45 Uhr

Viele Schwimmbäder sind seit mehr als einem Jahr wegen Corona geschlossen - deshalb können mehr Kinder denn je nicht schwimmen. Mehrere Kommunen in Niedersachsen wollen jetzt gegensteuern.

Von heute an bis in den Sommer sollen in Oldenburg bis zu 400 Kinder schwimmen lernen können, sagte Oberbürgermeister Jürgen Kroogmann (SPD). Im Herbst soll es weitere Kurse für Erstklässler geben. Auch in Osnabrück sollen in den Sommerferien bis zu 750 Kinder das Seepferdchen machen.

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60 Prozent der Zehnjährigen können nicht richtig schwimmen

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) begrüßt die zusätzlichen Schwimmkurse für Kinder. Denn deutschlandweit können nach Angaben eines DLRG-Sprechers bis zu 60 Prozent der Zehnjährigen nicht richtig schwimmen. Das sei nicht erst seit Corona so. Die DLRG hatte die Landesregierung schon vor Wochen zum Handeln aufgerufen, weil Schwimmunterricht wegen der Pandemie ausgefallen ist. Seit Jahren kritisiert die Wasserrettungsorganisation zudem, dass Kommunen ihre Schwimmbäder dauerhaft schließen oder in reine Spaßbäder umwandeln. Dadurch fehle es an Trainingsmöglichkeiten.

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Weil viele Kinder im vergangenen Jahr nicht schwimmen gelernt haben und die Rettungsschwimmer keine Möglichkeiten zum Trainieren hatten, rechnet die DLRG mit einer herausfordernden Badesaison.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.05.2021 | 09:00 Uhr

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