Stand: 15.08.2020 16:06 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Küste: Rettungsschwimmer haben weniger Stress

Die ehrenamtliche Rettungsschwimmerin Anneke und ihr Kollege Luca überwachen einen Badestrand an der Nordsee bei Schillig. © dpa/picture alliance Foto: Mohssen Assanimoghaddam
Die Rettungsschwimmer der DLRG an der Nordseeküste haben bislang einen vergleichsweise ruhigen Sommer.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie erleichtern den Rettungsschwimmern an der Nordseeküste etwas die Arbeit. "Die Menschen sind bezüglich der Baderegeln disziplinierter und zudem haben wir extrem wenig Konflikte", sagte der Langeooger Wachführer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ludger Roters.

Beschränkung bei Tagesgästen wirkt sich aus

"Ob das direkt mit Corona zusammenhängt, weiß ich nicht. Aber ich glaube, die Leute sind froh, wenn sie am Strand sein können und genießen die Zeit." Bemerkbar macht sich laut Roters auch, dass der Zugang für Tagestouristen auf Langeoog reglementiert ist. Die Dauergäste würden die Nordsee mit ihren besonderen Bedingungen wie Ebbe und Flut gut kennen. Außerdem hielten sie sich besser an die Regeln.

Meiste Badetote in Binnengewässern

Auch die Zahlen unterstreichen die Einschätzung. Nach einer Zwischenbilanz der DLRG ereigneten sich mehr als 90 Prozent der tödlichen Unfälle im Binnenland - insbesondere an unbewachten Badestellen. "Die Küsten sind sicher, weil dort zu den Badezeiten eine Aufsicht da ist", sagte ein DLRG-Sprecher. In ganz Deutschland ertranken in den ersten sieben Monaten des Jahres mindestens 192 Menschen, davon aber nur drei in der Nordsee und sieben in der Ostsee. Niedersachsen hatte in diesem Zeitraum mit 24 Personen nach Bayern und Nordrhein-Westfalen die meisten Todesfälle.

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.08.2020 | 10:00 Uhr

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