Stand: 08.09.2019 10:30 Uhr

Kostenexplosion bei Emder Umgehungsstraße

Ein Baustellenschild an einem Absperrzaun. © Colourbox Foto: PetraD
Nur knapp zwei Kilometer lang wird die geplante Straße. Kosten soll sie 46 Millionen Euro. (Themenbild)

Eine geplante Straße, die den südlichen Zipfel Emdens entlasten soll, wird mit 46 Millionen Euro fast doppelt so teuer wie geplant. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Die Straße soll knapp zwei Kilometer lang werden. Dass sie dennoch so viel mehr kosten soll, liegt unter anderem an einer neuen Brücke, die über die Bahngleise führt.

Bahn änderte Durchfahrtshöhe der Brücke

Obwohl es zahlreiche Bauabsprachen gab, an denen auch die Deutsche Bahn beteiligt war, und obwohl das Projekt bereits komplett genehmigt war, korrigierte die Bahn nachträglich die Durchfahrtshöhe der Brücke. Statt der vereinbarten 5,80 Meter verlangt die Bahn jetzt eine Durchfahrtshöhe von mindestens 6,40 Meter, wie NDR 1 Niedersachsen weiter berichtet. Die Bahn begründet ihr Veto gegen den ursprünglich genehmigten Plan mit neuen Vorschriften. "Dass sie so spät damit kommt, ärgert mich", sagte Frank Buchholz, Leiter der zuständigen Straßenverkehrsbehörde Aurich, NDR 1 Niedersachsen.

Karte: Die geplante Verlegung der B210

Straßenbaubehörde: "Wir können rechnen"

Nicht nur die Bahn trägt mit der neuen Durchfahrtshöhe zur Erhöhung der Kosten bei. Auch für den Betreiber einer Gasleitung musste die Baubehörde nachbessern. Der Kampfmittelräumdienst untersuchte am Ende ein größeres Gebiet als zunächst geplant. Nun also werden aus 24 wohl 46 Millionen Euro. "Die Kostenexplosion hat nicht die ostfriesische Straßenbaubehörde zu verantworten", betonte Leiter Buchholz, "wir können rechnen".

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Blick auf den Lappan, das Wahrzeichen der Stadt Oldenburg. © NDR Foto: Julius Matuschik
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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.09.2019 | 12:00 Uhr

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