Ein Arzt zieht eine Spritze mit einem Impfstoff aus einer Ampulle auf. © imago images/Bihlmayerfotografie

Kochsalzspritzen statt Impfstoff: Ermittlungen ausgeweitet

Stand: 19.11.2021 16:25 Uhr

Wie oft ist im Landkreis Friesland statt des Corona-Impfstoffs Kochsalz verabreicht worden? Im Skandal um manipulierte Spritzen hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg die Ermittlungen ausgeweitet.

Es hätten sich weitere Verdachtsmomente ergeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Mittlerweile gehen die Ermittler von einer niedrigen zweistelligen Anzahl von Spritzen aus, die im Impfzentrum Schortens-Roffhausen mit Kochsalzlösung aufgezogen wurden. Sie sprechen von einem Anfangsverdacht.

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Krankenschwester hatte sechs Fälle eingeräumt

Bislang hatten die Strafverfolger wegen sechs Spritzen ermittelt, die statt des Wirkstoffs überwiegend Kochsalzlösung enthalten haben sollen - und deshalb unwirksam waren. Ermittelt wird gegen eine examinierte Krankenschwester. Sie hatte eingeräumt, diese sechs Spritzen mit der Lösung aufgefüllt zu haben, um ein Missgeschick zu vertuschen: Ihrer Aussage nach, war ihr im April eine Ampulle des damals noch knappen Impfstoffs heruntergefallen. Weil der Landkreis befürchtete, dass die Frau weitere unwirksame Spritzen aufgezogen haben könnte, waren in der Folge mehr als 10.000 Menschen zum Nachimpfen gebeten worden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 19.11.2021 | 15:00 Uhr

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