Stand: 25.06.2019 16:43 Uhr

In Lohne reicht das Wasser nicht für alle

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Abends kommt dieser Tage in einigen Lohner Haushalten kaum noch Wasser aus dem Hahn. (Themenbild)

Stellen Sie sich vor, Sie wollen duschen - und das Wasser bleibt aus. Dieses Szenario erleben dieser Tage einige Menschen in Lohne (Landkreis Vechta). Dort meldet der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) Versorgungsengpässe. Der Wasserdruck reiche nicht aus, um alle 26.000 Einwohner der Stadt zu versorgen. Vor allem abends wird das Wasser knapp, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Wegen der Hitze verbrauchen zu viele Menschen gleichzeitig zu viel Wasser. Auf dem Weg vom Wasserwerk bis zu den Häusern werde so viel für das Bewässern von Rasenflächen oder das Befüllen von Swimmingpools verbraucht, dass bei einigen Häusern am Ende der Leitung zu wenig ankomme, erklärte der Sprecher des Wasserverbandes.

Ausgetrocknete Rasenfläche.

Wassermangel im Landkreis Vechta

Hallo Niedersachsen -

Im Landkreis Vechta führen die extremen Temperaturen zu Wassermangel. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband verspricht eine neue Leitung, doch die kommt erst im September.

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Das Problem ist ein technisches

Das Problem hängt allerdings nicht mit fehlendem Grundwasser zusammen. Denn davon gibt es nach Angaben des Sprechers im Verbandsgebiet, das von den Ostfriesischen Inseln bis zu den Dammer Bergen reicht, genug. Das Problem sei ein technisches. Das Wasserwerk baue bereits eine zusätzliche Leitung, die aber erst nach dem Sommer fertig werde, so der Sprecher.

Höherer Verbrauch auch im Landkreis Osnabrück

Dass der Wasserverbrauch angesichts der Hitze in den vergangenen Tagen gestiegen ist, ist auch andernorts der Fall. Deutlich über der durchschnittlichen Tagesmenge liegt der Verbrauch etwa im Landkreis Osnabrück, wie ein Sprecher NDR 1 Niedersachsen sagte. Die Stadt habe deswegen sechs Reservebrunnen ans Netz geschaltet. Zwangsmaßnahmen, wie Rasensprengen zu verbieten, seien jedoch nicht nötig. Der Landkreis appellierte aber an alle Bürger, Wasser nicht unnötig zu verbrauchen. Das unterstützen auch der OOWV und die Harzwasserwerke. Engpässe gibt es unterdessen bei den Harzwasserwerken nicht. Ihre Talsperren seien bis zu 70 Prozent gefüllt. Nach dem extrem trockenen Sommer im vergangenen Jahr habe man vorgesorgt und vorab Wasser gespart. Die Harzwasserwerke versorgen rund zwei Millionen Menschen in Niedersachsen mit Trinkwasser.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 25.06.2019 | 17:00 Uhr

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