Der Umriss von Norddeutschland und Virensymbole - der Landkreis Emsland ist markiert. © panthermedia Foto: lamianuovasupermai

Hohe Inzidenz - Corona-Ausbrüche bei Schlachthof und Werft

Stand: 14.03.2021 15:56 Uhr

Die Corona-Infektionslage in Niedersachsen hat sich erneut verschärft. Neun Kommunen erreichten am Sonntag eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100. Darunter ist nun auch das Emsland.

Am Sonntag überschritt der Landkreis diesen Wert. Insbesondere im nördlichen Teil des Emslands sind die Corona-Inzidenzen angestiegen, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Die Stadt Papenburg sticht dabei heraus: Bereits am Freitag wurde dort die kreisweit höchste Inzidenz von 207,6 erfasst. Nach Angaben des Landkreises gibt es Ausbrüche in größeren Unternehmen - bei der Papenburger Meyer Werft sowie erneut im Schlachthof Weidemark in Sögel.

Auch Zulieferer betroffen

Bei der Meyer Werft sind derzeit 14 Fälle in der Stammbelegschaft bekannt. Weitere 24 mit dem Coronavirus Infizierte sind bei Dienstleistern und Zuliefererfirmen der Papenburger Werft beschäftigt. Bei Weidemark Fleischwaren in Sögel wurden in der vergangenen Woche von 1.800 Mitarbeitenden 23 Beschäftigte der Fleischzerlegung positiv getestet. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Beide Unternehmen arbeiteten daran, ein größeres Infektionsgeschehen von vornherein zu unterbinden, sagte Emslands Landrat Marc-André Burgdorf (CDU). Die Mitarbeitenden würden regelmäßig getestet. Zudem seien bei der Meyer Werft Sozialräume geschlossen und Arbeitsstunden reduziert worden.

Gesundheitsministerin appelliert: An Regeln halten

Neben dem Emsland lagen am Sonntag die Landkreise Cloppenburg, Leer, Peine, Vechta und Wesermarsch, die Region Hannover sowie die Städte Osnabrück und Salzgitter über der 100er-Marke. "Natürlich bereitet es mir Sorge, wenn die Infektionszahlen steigen und nicht fallen", sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens am Sonntag. Die SPD-Politikerin verwies in diesem Zusammenhang auf die Corona-Verordnung und die an die Inzidenz gekoppelten Lockerungsmaßnahmen. Darin heißt es unter anderem, wenn das Infektionsgeschehen drei Tage hintereinander auf einem Niveau über 100 liegt, dürfen in der jeweiligen Region Kitas nicht regulär öffnen und keine weitere Klassen an die Schulen zurückkehren. Zudem ist Shoppen nicht einmal mit Termin möglich. Behrens betonte, dass es nur dann gelingen werde, das Virus zurückzudrängen, "wenn sich alle an die Regeln halten, Testangebote in Anspruch nehmen und die Schutzimpfungen weiter gut vorankommen".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.03.2021 | 07:00 Uhr

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