Stand: 20.09.2019 18:44 Uhr

"Fridays for Future": Oldenburg setzt ein Zeichen

In Oldenburg protestierten am Freitag fast 11.000 Menschen für mehr Klimaschutz.

In Oldenburg haben am Freitag deutlich mehr Menschen als erwartet bei den "Fridays for Future"-Demonstrationen für besseren Klimaschutz teilgenommen. Die Veranstalter schätzten die Zahl der Protestierenden auf knapp 11.000 - so viele waren zuvor noch nie bei einer "Fridays for Future"-Veranstaltung in Oldenburg dabei. Neben Tausenden Schülern kamen auch viele ältere Menschen auf den Schlossplatz

 

1.000 Demonstranten in Delmenhorst

Anlässlich des weltweiten Klimastreiks hatte die Bewegung "Fridays for Future" an diesem Freitag in Niedersachsen in rund 70 Orten zu Aktionen aufgerufen. Auch in Cuxhaven, Emden und Aurich gingen zahlreiche Menschen auf die Straße. In Delmenhorst beteiligten sich nach Polizeiangaben etwa 1.000 Menschen an der Abschlusskundgebung auf dem Bismarckplatz. Abgesehen von leichten Verkehrsbehinderungen sei es zu keinerlei Zwischenfällen gekommen, teilte die Polizei mit.

Warnung vor Anstieg des Meeresspiegels

In Leer zogen nach Polizeiangaben 750 Demonstranten friedlich durch die Stadt. In den Wortbeiträgen warnten Redner vor einem Steigen des Meeresspiegels. Dies könne gerade für Ostfriesland fatale Folgen haben. Rund 400 Menschen beteiligten sich in Osterholz-Scharmbeck an dem Protest. Die Polizei musste nach eigenen Angaben bis auf wenige Verkehrsmaßnahmen nicht eingreifen. Wilhelmshaven meldete mehr als 400 Teilnehmende. Als die Demonstration an der evangelischen Christus- und Garnisonkirche vorbeizog, läuteten die Glocken. In Vechta zählte die Polizei 2.000 Teilnehmer. Auch in Wittmund, Cloppenburg, Rastede, Varel und etlichen weiteren Orten zogen die Menschen auf die Straße und forderten einen Wandel in der Klimapolitik.

Protestauftakt auf Spiekeroog

Bereits am Freitagmorgen war es auf der kleinen Nordseeinsel Spiekeroog losgegangen: Dort demonstrierten rund 470 Menschen für den Klimaschutz. Die Insulaner und ihre Gäste zählten damit zu den ersten in Norddeutschland, die am Tag des globalen Klimastreiks protestierten. Schüler der beiden Inselschulen, Schüler auf Klassenfahrt, Insulaner und Urlaubsgäste hätten sich an dem Demonstrationszug beteiligt, sagte Swantje Fock, Leiterin des Nationalparkhauses. Die große Zahl der Teilnehmenden habe sie überrascht; Spiekeroog zählt insgesamt nämlich nur 750 Einwohner, so Fock.

Protest auf Langeoog und Norderney

Auch auf anderen ostfriesischen Inseln gingen Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße. Auf Langeoog zählten die Veranstalter rund 200 Teilnehmer. Unter ihnen war auch Maike Recktenwald, die 2018 mit ihrer Klage für schärfere Klimaziele vor dem EU-Gericht gescheitert war. Ihre Familie wohnt seit vier Generationen auf Langeoog und besitzt dort eine Gaststätte. Auch auf Norderney demonstrierten rund 700 Schüler und Erwachsene.

Mehr als 30.000 bei Demo in Bremen

So viele Menschen wie nie zuvor beteiligten sich an der "Fridays For Future"-Kundgebung in Bremen. Rund 31.000 Menschen demonstrierten nach Polizeiangaben in der Hansestadt. Es kam zu starken Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt. In Bremerhaven waren nach Angaben der Polizei etwa 3.000 Menschen auf der Straße.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 20.09.2019 | 17:00 Uhr

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