Ein Tropfen und ein Handy: Schüler kreiert KI zu Blutanalyse

Stand: 19.10.2022 13:29 Uhr

Ein Schüler aus Leer hat ein Computerprogramm entwickelt, mit dessen Hilfe sich Blut untersuchen lässt. Dafür wurde David Rutkevich beim Bundeswettbewerb für Künstliche Intelligenz ausgezeichnet.

Dem 18-Jährigen zufolge braucht es nicht mehr als einen Tropfen Blut und ein Aufsteckmikroskop für die Handykamera für 15 Euro. Anschließend müsse ein Foto vom Blut in das von ihm entwickelte Programm hochgeladen werden - dann analysiere der Computer die Beschaffenheit der weißen Blutkörperchen ganz ohne Labor, schildert der Schüler des Ubbo-Emmius-Gymnasiums NDR Niedersachsen das Prozedere. Mit dem Ergebnis könne jeder Arzt etwas anfangen. Die Idee für den Algorithmus kam Rutkevich, als er gelesen hatte, dass in afrikanischen Ländern viele Menschen an Blutvergiftungen sterben, weil es nicht ausreichend Labors und Ärzte gibt.

Rutkevich will Informatik studieren

Ein Jahr hat Rutkevich an dem Computer-Algorithmus geschrieben, mit dem er nun den Hauptpreis beim Bundeswettbewerb künstliche Intelligenz der Universität Tübingen gewonnen hat. Andere Beiträge waren laut Hochschule Anwendungen wie Fake-News-Filter, Sprachübersetzungs-Apps und chemiefreie Unkrautbekämpfung durch Drohnen-Spotting. Von den 1.500 Euro Preisgeld hat sich der Schüler neue Computerteile gekauft. Sein Ziel sei es, sagt Rutkevich, das Programm zur Serienreife zu bringen und Programmierer zu werden.

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NDR 1 Niedersachsen | Funkbilder - der Tag | 18.10.2022 | 16:00 Uhr

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Künstliche Intelligenz (KI)

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