Stand: 21.09.2020 17:59 Uhr

Arktis-Expedition: "Polarstern" auf Heimatkurs

Auf dem Weg nach Norden ist das Meereis überraschend schwach, hat viele Schmelzteiche und Polarstern kann es leicht brechen. © AWI Foto: Steffen Graupner
Abschied von der Scholle: Die "Polarstern" ist auf dem Heimweg nach Bremerhaven. (Archivbild)

Es ist das Ende einer Mammut-Expedition: Nach mehr als einem Jahr in der Arktis hat das Forschungsschiff "Polarstern" seine Rückreise nach Bremerhaven angetreten. Der Eisbrecher verließ am Sonntag seine Eisscholle, wie eine Sprecherin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) am Montag mitteilte. Die "Polarstern" wird demnach am 12. Oktober in ihrem Heimathafen erwartet. Sie war am 20. September 2019 vom norwegischen Tromsø Richtung Zentralarktis gestartet.

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Hunderte Wissenschaftler analysieren Klima

In der Arktis driftete das Schiff mit einer riesigen Eisscholle mit, damit die Wissenschaftler an Bord umfangreiche Messungen im Ozean, im Eis und in der Atmosphäre vornehmen konnten. Die Forscher erhoffen sich neue Erkenntnisse über das Klimasystem der Erde. Nach AWI-Angaben ist die Arktis-Expedition die bislang größte weltweit. Mehr als 70 wissenschaftliche Institute aus fast 20 Ländern seien mit Hunderten Forschern daran beteiligt gewesen.

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Aktuell | 21.09.2020 | 16:00 Uhr

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