Stand: 01.12.2019 14:00 Uhr

Angler setzen 1.200 Schlammpeitzger in Emden aus

Auch bekannt unter illustren Namen wie "Gewitterfurzer", "Piepaal" und "Moorgrundel": der Schlammpeitzger aus der Gattung der Schmerlen. Die vergangenen Jahre waren nicht gut aus Schlammpeitzger-Sicht. Die Fischart ist als stark gefährdet eingestuft und wird mittlerweile europaweit geschützt. In Gräben der Stadt Emden haben Angler am Sonntag etwa 1.200 junge Exemplare des Fisches ausgesetzt.

"Ziel ist Wiederansiedlung"

"Das Ziel ist die Wiederansiedlung dieser Fische", sagt der Leiter des Projektes, Thomas Klefoth vom niedersächsischen Anglerverband. "Der Schlammpeitzger ist ein natürlicher Bestandteil der Graben- und Flusssysteme in Norddeutschland und wir möchten diese Fischart gerne erhalten", so der Verbandsbiologe weiter.

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36.000 Euro kostet das Projekt

An den Projektkosten, etwa 36.000 Euro, sind unter anderem die Stadt und Stadtwerke Emden beteiligt. Nach der Freilassung der Jungfische hoffen die Organisatoren, dass sich die Schlammpeitzger vermehren. Damit sie überleben, haben die Angler Gewässer ausgesucht, die möglichst wenig ausgebaggert werden. Der Erhalt der Schlammpeitzger trägt zur Stabilität der Ökosysteme bei.

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Meister der Darmatmung

Schlammpeitzger haben einen aalartig gestreckten Körper. Sie können bis zu 35 Zentimeter lang werden und leben vor allem in Gräben und Auen mit schlammigem Grund, in den sie sich eingraben. Die Fische können in Gewässern mit geringem Sauerstoffgehalt überleben, da sie die sogenannte Darmatmung beherrschen. Das bedeutet, dass der Fisch an der Wasseroberfläche Luft atmet und in den Enddarm weiterleitet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.12.2019 | 12:00 Uhr

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