Bild eines Mannes, der Opfer eines Tötungsdeliktes wurde.

"Aktenzeichen XY": Zahlreiche Hinweise zu Mordfall von 1991

Stand: 11.02.2021 15:18 Uhr

Nach der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" sind bei der Polizei in Verden mehr als 100 Hinweise zu einem fast 30 Jahre zurückliegenden Mordfall eingegangen. Die Identität des Opfers ist immer noch unklar.

Die per Telefon und E-Mail eingegangenen Hinweise würden nun ausgewertet, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Darunter seien durchaus vielversprechende Ansätze, denen die Beamten nun nachgehen würden. Für eine nähere Bewertung sei es jetzt aber noch viel zu früh, so der Sprecher. Wichtig sei es vor allem, die Identität des unbekannten Mordopfers zu klären, da diese für die Ermittlung des Täters von großer Bedeutung sei. Inzwischen gebe es zudem neue kriminaltechnische Methoden, die bei der Aufklärung des Falls helfen könnten.

Leiche von Anwohnerin an der A1 entdeckt

Eine Anwohnerin hatte die Leiche im Dezember 1991 bei Ottersberg im Landkreis Verden an der Autobahn 1 zwischen Hamburg und Bremen entdeckt. Am Körper des bekleideten Mannes im Alter zwischen 25 und 35 Jahren fanden die Ermittler Spuren von erheblicher Gewalt. Der Tote war nach Angaben der Polizei vermutlich mit einem Fahrzeug zum Fundort transportiert und dort über die Leitplanken die Böschung der Autobahn-Überführung hinuntergeworfen worden. Eine Mordkommission konnte die Täter nicht finden.

Opfer soll aus Osteuropa stammen

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann seine Kindheit und Jugend in Osteuropa verbracht hat und erst in seinem letzten Lebensjahr Bezug zu Deutschland hatte. Als mögliche Heimat nennen die Ermittler das ehemalige Jugoslawien, die Türkei und den Südkaukasus. Die Staatsanwaltschaft Verden hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, 5.000 Euro ausgelobt. Zeugen werden weiter gebeten, sich unter der Telefonnummer (04231) 80 60 an die Polizeiinspektion Verden/Osterholz oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.02.2021 | 14:00 Uhr

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