Stand: 09.07.2018 20:30 Uhr

Kaum Wasser in der Elbe: Schifffahrt eingeschränkt

Die südländischen Wetterverhältnisse der vergangenen Monate erfreuen zwar viele Niedersachsen, doch die anhaltende Trockenheit hat auch ihre Schattenseiten: Landwirte klagen über eine schlechte Ernte, immer wieder brennen Felder und Wälder und die Flüsse im Land führen kaum noch Wasser. Die Elbe ist an einigen Stellen nur noch 75 Zentimeter tief. Das führt dazu, dass keine Frachtschiffe mehr über den Fluss fahren können und zwei von vier Elbfähren ihren Pendelverkehr eingestellt haben.

Eingeschränkter Fährdienst nach Amt Neuhaus

Die Fähre Pevestorf-Lenzen fährt nicht mehr. Auch die Fähre "Tanja" zwischen Neu Darchau und Amt Neuhaus bleibt seit Montagmorgen im Hafen liegen. Nur noch eingeschränkt verkehrt die Elbfähre von Bleckede nach Amt Neuhaus. Wie der Fährmann NDR 1 Niedersachsen sagte, kann er keine schweren Landmaschinen oder Lkw mehr transportieren, da die Fähre stellenweise nur noch 40 Zentimeter Wasser unter dem Kiel habe. Regelmäßig prüfe er die Tiefe mit einem Peilstab. Wenn die Elbfähre von Bleckede nach Amt Neuhaus auch noch ausfällt, müssten die Bewohner aus Amt Neuhaus rund 40 Kilometer lange Umwege fahren.

Güterschiffe weichen auf Kanäle aus

Auch für die Güterschifffahrt reicht das Wasser der Elbe nicht mehr aus. Frachtschiffe müssen auf den Elbe-Seitenkanal und den Mittellandkanal ausweichen. Auf den Kanälen ist der Wasserstand reguliert und liegt bei 2,80 Meter. Reguliert wird auch die Weser zwischen Minden und Bremen - dafür sind sechs Schleusen verantwortlich. Flüssen wie Aller, Leine und Ilmenau fehlt nach Angaben der Schifffahrtsverwaltung ebenfalls das Wasser. Das habe allerdings kaum Auswirkungen, da auf diesen Flüssen vor allem Kanufahrer unterwegs seien, sagte ein Sprecher.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 09.07.2018 | 16:30 Uhr

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