Stand: 27.03.2019 15:29 Uhr

Barnstedter kämpfen um Telefon und Internet

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Kein Telefon, kein Handy, kein Internet: Die Barnstedter fürchten, komplett von der Außenwelt abgeschnitten zu werden. (Themenbild)

Die 740 Anwohner von Barnstedt im Landkreis Lüneburg könnten künftig komplett von Telefon und Internet abgeschnitten sein. Nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen will die Telekom die alten, analogen ISDN-Anschlüsse abstellen und auf moderne Internet-Telefonie umstellen. Das Problem: Dafür sind die technischen Voraussetzungen in Barnstedt nicht gegeben. Der Bau eines Glasfasernetzes sei zwar geplant - doch die Arbeiten verzögerten sich. Frühestens Ende des Jahres soll NDR 1 Niedersachsen zufolge das schnelle Internet in Barnstedt demnach verfügbar sein.

Überall lauern Funklöcher

Wenn vorher nichts geschehe, so die Sorgen der Barnstedter, seien Handwerksbetriebe wie Privatleute in der Ortschaft mit dem Inkrafttreten der Telekom-Kündigung am 26. April nicht mehr erreichbar - weder per Internet noch über Festnetztelefon oder Handy. Denn mobil zu telefonieren, ist in Barnstedt schon jetzt schwierig. Überall lauern Funklöcher, nur an ganz bestimmten Punkten im Ort funktioniert nach Angaben von Einwohnern die Handy-Verbindung. Bei Schnee oder Nebel breche der Empfang gänzlich zusammen.

Könnte ein mobiler Funkmast eine Zwischenlösung sein?

Der Bürgermeister von Barnstedt, Randolf von Estorff (CDU), will das Ruder noch rumreißen. Für heute Abend haben er und eine Barnstedter Bürgerinitiative Vertreter des Landkreises Lüneburg und der Telekom zur Diskussion nach Barnstedt eingeladen. Von Estorff hofft, dass eine Lösung gefunden wird. Denkbar sei beispielsweise, vorübergehend einen mobilen Funkmast aufzubauen - so lange, bis das Glasfasernetz fertig ist.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 27.03.2019 | 14:30 Uhr

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