Stand: 27.06.2019 12:49 Uhr

Wasserknappheit in Garbsen: Rasensprengen verboten

Der Wasserverband Garbsen-Neustadt (WVGN) schränkt den Verbrauch seiner Kunden in der Region Hannover ein. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Wegen des anhaltenden Sommerwetters seien die fallenden Pegelstände in den Trinkwasserbehältern dramatisch, teilte der Verband mit. Seit Donnerstagmittag dürfen Kunden das Trinkwasser demnach nicht mehr dafür nutzen, Autos zu waschen, den Rasen zu sprengen, Schwimm- und Planschbecken zu füllen. Sollten sich Einzelne nicht an die Verbote halten, könne ihnen das Wasser abgestellt werden, heißt es.

Innenansicht eines Wasserwerkes.

Wassermangel: Versorger schränkt Verbrauch ein

Hallo Niedersachsen -

In der Region Hannover müssen sich 115.000 Kunden des Wasserverbands Garbsen-Neustadt beim Verbrauch einschränken. Autowäsche mit Trinkwasser ist nicht mehr gestattet.

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115.000 Kunden betroffen

Der tägliche Wasserverbrauch sei wegen der Hitze um rund die Hälfte gestiegen, teilte der WVGN mit. Die Speicherbehälter, die als Puffer zu Spitzenzeiten dienen, drohten auch aufgrund der Aussichten auf weiterhin trockenes Wetter leer zu laufen. Grund für den Engpass sei aber auch, dass ein anderer Versorger, der Wasser zuliefert, gerade ein wichtiges Hauptrohr saniert. Deshalb könne man von dort nicht in gewohntem Umfang zusätzlich Trinkwasser bekommen, heißt es weiter. Der Verband versorgt 115.000 Haushalte in der Region Hannover - in Garbsen, Neustadt am Rübenberge, Langenhagen und der Wedemark.

Appelle im Emsland und Ostfriesland

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Auch in anderen Teilen Niedersachsens appellieren die Versorger an ihre Kunden, sparsam mit dem Wasser umzugehen. Das gilt etwa für das Emsland, Osnabrück und Ostfriesland. Konkrete Einschränkungen bei Trinkwassernutzung gibt es in Lohne (Landkreis Vechta): Wegen des insgesamt hohen Verbrauchs kommt es dort zu Versorgungsengpässen. Vor allem abends wird das Wasser knapp. Laut Angaben des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) geht es nicht um einen Mangel an Grundwasser, sondern der Wasserdruck sei aufgrund technischer Probleme zu gering. Eine bereits in Bau befindliche neue Leitung soll die Kapazitäten erhöhen. Die Arbeiten werden aber wohl bis Herbst andauern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.06.2019 | 12:00 Uhr

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