Stand: 20.05.2020 06:49 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Umweltschützer warnen vor großem Bienensterben

Zum heutigen Weltbienentag warnen Umweltschützer vor einem massiven Sterben der Insekten. Bienen und andere Insekten müssten dringend wirksam geschützt werden, sagte der Vizepräsident des Deutschen Berufs- und Erwerbs-Imkerbundes, Klaus Ahrens, am Dienstag in Hannover.

Gesetzesänderung im Visier

Ahrens ist zudem Mitinitiator des Volksbegehrens "Artenvielfalt.Jetzt!". Unter diesem Namen will ein Bündnis aus mehr als 100 Initiativen und Organisationen das niedersächsische Naturschutzgesetz sowie das Wasser- und Waldgesetz ändern, um Tier- und Pflanzenarten besser schützen zu können. Mehr als 60 Prozent aller Wildbienenarten in Niedersachsen sowie die Hälfte von insgesamt 11.000 Tier- und Pflanzenarten gelten den Angaben zufolge als gefährdet.

"Aufhören, Lebensraum zu zerstören"

Durch die intensive Bewirtschaftung und Gift auf den Feldern fänden Bienen immer weniger Blühpflanzen, von denen sie sich ernährten, so Ahrens. Wildbienen hätten zudem immer weniger Orte zur Verfügung, an denen sie nisten oder überwintern könnten. "Wir sollten sorgsamer mit ihnen umgehen und aufhören, ihren Lebensraum zu zerstören", forderte er. Dafür brauche es besseren Artenschutz und verbindliche gesetzliche Regelungen.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 19.05.2020 | 17:00 Uhr

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