Stand: 12.03.2020 19:31 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Rohrsen: Feuerwehr und Versorger streiten um Wasser

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In Bad Münder hat der Löscheinsatz der Feuerwehr für einen Streit mit einem örtlichen Wasserversorger gesorgt. (Themenbild)

In Rohrsen, einem Ortsteil von Bad Münder, ist am Dienstag während der Löscharbeiten der Feuerwehr an einer in Flammen stehenden Scheune ein Streit um Wasser entbrannt. Wie die Feuerwehr berichtet, gab es während des Einsatzes einen Anruf des Wasserbeschaffungsverbandes Eimbeckhausen in der Leitstelle. Ein Ingenieur des Verbands habe darauf bestanden, die Entnahme des Löschwassers zu reduzieren, weil es sonst Probleme mit der Trinkwasser-Versorgung gebe. Bad Münders Stadtbrandmeister Carsten Koch bestätigte den Vorfall am Donnerstag NDR.de.

Wasserverband will Feuerwehr den Hahn zudrehen

Hallo Niedersachsen -

Weil die Feuerwehr in Bad Münster während eines Einsatzes zu viel Trinkwasser beim Löschen verbrauchte, meldete sich der Wasserverband - denn der befürchtete, dass die Rohre platzen.

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Streit um Entnahme eskalierte offenbar

Die Leitstelle habe den Ingenieur daraufhin gebeten, sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen, was dieser abgelehnt habe, so Koch. Auch einen verantwortlichen Feuerwehrmann am Brandort habe der Wasserverbands-Mitarbeiter auf dem Handy angerufen, um eine Entnahmereduzierung zu erwirken. Wie die "Neue Deister Zeitung" (NDZ) berichtet, sollen sehr deutliche Worte gefallen sein. Auch der Feuerwehrmann habe die Forderung abgelehnt, sagte Koch. Die Feuerwehr löste das Problem schließlich, indem sie rund 650 Meter lange Leitung legte und Löschwasser aus dem Freibad zog.

Wasserverband verteidigt Einmischung

Der Verband hat seine Einmischung gegenüber dem Blatt verteidigt. Deren Vorsteher Friedrich Lange sagte, es gebe eine Vereinbarung mit der Feuerwehr, wie viel Wasser diese für Löscharbeiten entnehmen dürfe. Dem Blatt zufolge sind das 45 Kubikmeter pro Stunde. Am Dienstag habe es durch die Löschwasserentnahme Probleme gegeben, so der Verbandssprecher. In Beber sei das Trinkwasser ausgegangen.

Stadtbrandmeister will mit Versorger nicht mehr sprechen

Die Regelung kennt Bad Münders Stadtbrandmeister. Er lehnt sie seit Jahren ab. Er können niemandem erzählen, dass man sein Haus abbrennen lasse, weil man nicht mehr als die erlaubten 45 Kubikmeter Wasser entnehmen dürfe. Ihm zufolge gibt es mit dem Wasserbeschaffungsverband Eimbeckhausen seit Jahren Probleme. Dieser ist laut Koch für vier Gemeinden zuständig. "Das ist der einzige Wasserversorger, mit dem es Probleme gibt", sagte Koch. Wegen des Vorfalls gebe es mit Sicherheit noch Gespräche. "Wir unterhalten uns mit dem Wasserverband nicht mehr, das muss die Stadtverwaltung Bad Münder machen, so Carsten Koch.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 13.03.2020 | 06:30 Uhr

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