Stand: 14.01.2020 19:25 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Rodewalder Wolf: Lies hofft auf örtliche Jäger

Vor rund einem Jahr, am 23. Januar 2019, hat Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) erstmals den Abschuss des als Rodewalder Wolfs bekannt gewordenen Rüden mit der Code-Nummer "GW 717m" genehmigt. Bislang ist es aber nicht gelungen, das Tier zu erlegen. Lies hat deshalb am Dienstag in Hannover deutlich gemacht, dass die Jagd auf das Tier mit externen Fachleuten nicht funktioniere. Lies will deshalb die örtliche Jägerschaft bei der Jagd auf den Wolfsrüden einbinden, wie er NDR Niedersachsen sagte. Dazu müsse aber das Bundesnaturschutzgesetz geändert werden. Das solle im kommenden Monat geschehen. Er machte deutlich, dass Niedersachsen bereits 2018 für eine Änderung geworben habe.

Minister bezeichnet Debatte als "unanständig"

Um die genehmigten Abschuss hatte es in den vergangenen zwölf Monaten heftige Debatten zwischen Gegnern und Befürwortern gegeben. Lies bezeichnete die Art der Debatte in Veranstaltungen und den sozialen Medien als " unanständig" und "zum Teil widerlich". Das Umweltministerium hatte Anfang 2019 entschieden den Wolf zu entnehmen, weil dem Tier rund 40 Risse von Nutztieren zugeordnet werden konnten. Die Abschussgenehmigung war im vergangenen Jahr mehrmals verlängert worden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 15.01.2020 | 06:30 Uhr

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