Stand: 04.01.2019 09:15 Uhr

Jogger angeschossen: Jäger verliert Jagdschein

Ein Jäger aus dem Landkreis Schaumburg muss wohl Jagdschein und Waffenbesitzkarte abgeben. Das hat die untere Waffenbehörde des Landkreises entschieden. Der Mann soll im Juli 2017 durch unachtsames Hantieren mit einem Kleinkalibergewehr einen Jogger am Kopf getroffen und verletzt haben. Der 31-jährige Familienvater war mit seinen drei Kindern auf einem Feldweg bei Lauenhagen unterwegs, als er einen Schlag am Kopf spürte und zu Boden ging. Bei der Behandlung stellten Ärzte fest, dass es sich um eine Schussverletzung handelte.

Beschuldigter kann Rechtsmittel einlegen

Bei weiteren Ermittlungen stießen zwei Hobby-Schatzsucher mit professionellen Metalldetektoren auf Projektilstücke. Diese Spur führte zu dem Verdächtigen, der bei einer Befragung ein Teilgeständnis abgelegt hat. Bis die Entscheidung des Landkreises rechtskräftig ist, darf der Mann, der laut "Schaumburger Nachrichten" Rechtsmittel einlegen kann, Waffen und Munition weiterhin zu Hause aufbewahren. Eine Gefahr gehe aus Sicht der Behörden von dem erfahrenen Jäger nicht aus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 04.01.2019 | 09:30 Uhr

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