Stand: 19.11.2017 12:48 Uhr

Hannovers größte Bombenräumung aller Zeiten

Der Evakuierungsbereich erstreckte sich über Vahrenwald, List und Nordstadt.

Um 9 Uhr am Morgen des 7. Mai ist es soweit: Rund 50.000 Menschen in Hannover haben ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen. Der Auftakt zu einer der größten Evakuierungsaktionen in der bundesdeutschen Geschichte. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) hatte an mehreren Stellen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Die Stadtteile List, Nordstadt und Vahrenwald wurden teilweise geräumt, dann sahen sich die Experten die Fundstellen genauer an. Im Laufe des Tages die Erleichterung: nicht an allen Stellen wurden die Kampfmittelbeseitiger fündig. Und: die Blindgänger konnte alle unschädlich gemacht werden. Am Abend konnten die Menschen zurück in ihr Zuhause.

Freier Eintritt im Museum

Wer nicht bei Verwandten oder Freunden unter kam, der konnte sich in einer von drei Schulen aufhalten, die die Stadt öffnete. Außerdem gab es ein Kulturprogramm: Viele Museen nahmen keinen Eintritt, Tickets fürs Kino kosteten teilweise weniger. Bereits am Freitag waren Bewohner von Alten- und Pflegeheimen vorübergehend umgezogen. Die Bombenräumung bedeutete aber nicht nur Einschränkungen für die Anwohner. Auch Zugreisende mussten sich umstellen. Teilweise war der Bahnverkehr beeinträchtigt.

Drei Blindgänger unschädlich gemacht

Doch sowohl die Räumung des Gebiets als auch die Erkundung gingen schnell voran. Am Nachmittag waren einige der Verdachtspunkte untersucht. Am Ende fanden die Spezialisten drei Blindgänger. Alle lagen auf einem Baugelände an der Wedelstraße. Die Kampfmittelbeseitiger entschärften zwei manuell. Beim dritten kam ein Wasserschneidgerät zum Einsatz, mit dem der Zünder entfernt wurde. Aufatmen in Hannover. Um 18 Uhr durften die Menschen zurück in ihre Wohnungen.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 07.05.2017 | 19:30 Uhr

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