Stand: 02.12.2016 13:53 Uhr

Flüchtlingshilfe: Offenbar noch Geld übrig

Die Hilfsorganisationen in Niedersachsen haben für die Betreuung von Flüchtlingen vom Land Niedersachsen Geld erhalten, um Flüchtlinge zu versorgen. Nun zeigt sich, dass offenbar nicht alles ausgegeben wurde. Einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" zufolge sollen allein die Johanniter in Niedersachsen noch 20 Millionen Euro übrig haben. Eine Bestätigung dieser Zahl gibt es vom Verband nicht. In Niedersachsen kümmern sich neben der Johanniter-Unfall-Hilfe noch das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund und die Malteser um Unterbringung, Versorgung und zum Teil auch die Integration von Flüchtlingen. Für die Erstversorgung bekommen sie vom Land Pauschalbeträge, die sich laut HAZ aufteilen in einen Grundbetrag für die Bereitstellung einer Unterkunft sowie einen pauschalen Tagesbetrag für jeden Flüchtling, der tatsächlich beherbergt wird.

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Verträge wurden im Februar ausgehandelt

Der Sprecher der Malteser bestätigt NDR 1 Niedersachsen, dass wohl ein Überschuss erwirtschaftet worden sei. Man habe mit dem Land Pauschalen für eine bestimmte Zahl von Flüchtlingen vereinbart. Weil in diesem Jahr weniger Menschen als gedacht nach Deutschland geflüchtet seien, komme es zu einem Überschuss. Wie hoch der sei, stehe noch nicht fest. Dieses Geld werde aber auf jeden Fall in die Flüchtlingshilfe fließen, versicherte der Sprecher. Das Innenministerium in Hannover bestätigt, dass die Verträge im Februar ausgehandelt worden waren, als Land und Hilfsorganisationen davon ausgingen, dass weiterhin viele Flüchtlinge nach Niedersachsen kommen.

Innenministerium hat noch keinen Überblick

Beim Deutschen Roten Kreuz sei die Abrechnung noch nicht abgeschlossen, sagte eine Sprecherin. Doch sei unter anderem geplant, noch Betten, Decken und ähnliches für eine Million Euro anzuschaffen. Das Innenministerium hat nach eigenen Angaben noch keinen Überblick darüber, ob die Hilfsorganisationen Überschüsse erwirtschaftet haben. Er kenne keine Quartalsabrechnungen, sagte ein Sprecher auf Nachfrage von NDR 1 Niedersachsen. Sobald Abrechnungen vorlägen, würden die genau geprüft. Erst dann werde entschieden, wie weiter verfahren wird, ob also eventuell Gelder zurückgezahlt werden müssen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 02.12.2016 | 12:00 Uhr

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