Ein stark beschädigtes Auto steht nach einem Unfall auf der A2. © Hannover Reporter

Falschfahrer verursacht Unfall auf A2: Vier Schwerverletzte

Stand: 17.01.2022 10:18 Uhr

Ein 68-jähriger Falschfahrer ist auf der Autobahn 2 bei Lauenau mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen. Die vier Beteiligten wurden schwer verletzt, ein Mann schwebt in Lebensgefahr.

Mehrere Zeugen hatten die Polizei am Sonntagabend auf den Falschfahrer hingewiesen, der vermutlich seit Herford in Richtung Hannover auf der entgegengesetzten Fahrbahn unterwegs war. Dabei legte er mit seinem Auto mindestens 40 Kilometer zurück, wie ein Sprecher der Polizeidirektion Hannover am Montag dem NDR in Niedersachsen sagte. Beamte hätten immer wieder versucht, Kontakt mit dem 68-Jährigen aufzunehmen. Dazu sei ein Polizeiwagen parallel auf der richtigen Fahrbahn gefahren und habe Licht- und Tonsignale abgegeben. Der Mann habe darauf jedoch nicht reagiert. Weitere Beamte hätten derweil die Zufahrten zur A2 gesperrt, damit nicht noch weitere Fahrzeuge auffahren.

43-jähriger Autofahrer schwebt in Lebensgefahr

Vor der Anschlussstelle Lauenau (Landkreis Schaumburg) sei der Wagen des 68-Jährigen schließlich frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammengestoßen. Der Mann und alle drei Insassen des anderen Fahrzeugs hätten bei der Kollision schwere Verletzungen erlitten. Der 43-jährige Fahrer des anderen Pkw schwebte in der Nacht in Lebensgefahr. Über seinen aktuellen Gesundheitszustand hatte die Polizei am Morgen keine Informationen. Die Autobahn war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten mehrere Stunden in Richtung Bielefeld gesperrt.

Mann verursacht drei weitere Unfälle - ohne Verletzte

Bereits vor dem Zusammenstoß hatte der 68-Jährige laut Polizei mehrere Unfälle verursacht. Sein Wagen habe ein Auto am Kotflügel gestreift, an einem anderen Fahrzeug fuhr er demnach den Seitenspiegel ab. Ein weiteres Auto sei beim Versuch auszuweichen gegen die Mittelschutzplanke geprallt. Verletzt wurde bei diesen Unfällen nach Polizeiangaben niemand. Die Höhe des Schadens sei derzeit noch unbekannt. Bei dem Unfall in Lauenau schätzt die Polizei den Schaden auf rund 22.000 Euro.

Weshalb reagierte 68-Jähriger nicht auf Polizei?

Warum der 68-Jährige am Sonntagabend in falscher Fahrtrichtung unterwegs war und warum er nicht auf die Polizei reagierte, ist einem Sprecher zufolge noch unklar. Eine Falschfahrt über so eine lange Strecke sei auf jeden Fall ungewöhnlich. Ein Atemalkoholtest sei negativ ausgefallen. Zudem sei dem Mann Blut abgenommen worden, um es auf Drogen zu untersuchen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.01.2022 | 09:00 Uhr

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