Rettungshubschrauber "Christoph 9" startet zu einem Einsatz. © picture alliance/dpa/Roland Weihrauch Foto: Roland Weihrauch

Drei Rettungshubschrauber im Norden nicht startklar

Stand: 16.09.2022 10:35 Uhr

Wegen eines Defekts können mehrere der orangefarbenen Rettungshubschrauber des Bundes derzeit nicht abheben - auch die Standorte Hannover, Hamburg und Siblin in Schleswig-Holstein sind betroffen.

Grund für den Ausfall von insgesamt sieben Maschinen ist der Bundespolizei zufolge ein Defekt an den Steuerstangen der Helikopter. Die Behörde hatte als Luftfrachtführer des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mehrere Hubschrauber untersucht, nachdem bei einer Maschine entsprechende Schäden festgestellt worden seien. Entstanden seien diese, als ein Unternehmen die Funkanlagen optimiert habe. Wann die Rettungshubschrauber wieder fliegen können, stehe noch nicht fest. Ziel sei es, die Maschinen schnellstmöglich wieder flugbereit zu machen, so das BBK.

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Bundespolizei, ADAC und DRF Luftrettung überbrücken Ausfall

Im Norden sind drei Maschinen von dem Defekt betroffen. Die Bundespolizei hilft aktuell mit ihrem Kontingent an blauen Hubschraubern aus, die sich relativ schnell zu Rettungshubschraubern umrüsten ließen. In Hannover und Hamburg decken dem BBK zufolge weiterhin der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) und die DRF Luftrettung (ehemals: Deutsche Rettungsflugwacht) das Gebiet ab, sagte ein Sprecher NDR Niedersachsen. Parallel dazu stünden Notarzt-Fahrzeuge in entlegeneren Stadtteilen bereit, um im Notfall auch ohne Hubschrauber Patientinnen und Patienten schnell ins Krankenhaus bringen zu können.

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Der Hubschrauber Christoph Thüringen der DRF Luftrettung bringt eine am Corona-Virus schwer erkrankte Patientin in das St. Bernward Krankenhaus in Hildesheim. © dpa Foto: Julian Stratenschulte

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.09.2022 | 10:00 Uhr

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