Blindgänger in Hannover entschärft - Probleme bei Evakuierung

Stand: 16.09.2022 07:12 Uhr

Nach dem Fund einer Fliegerbombe auf einem Firmengelände in Hannover mussten am Donnerstag rund 3.300 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Laut Feuerwehr weigerten sich einige, ihre Wohnungen zu verlassen.

Erst nach 23.30 Uhr sei der Bereich geräumt gewesen und die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes hätten sich im Stadtteil Brink-Hafen an die Arbeit machen können, teilte die Feuerwehr Hannover über Twitter mit. Kurz vor Mitternacht hieß es dann: "Gute Nachrichten: Der Zünder ist entfernt und muss mit einer kleinen Sprengladung inaktiviert werden." Wenig später durften die Anwohnenden in ihre Wohnungen zurück.

250-Kilo-Bombe bei Sondierungsarbeiten gefunden

Die 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe Herkunft war am frühen Donnerstagnachmittag bei Sondierungsarbeiten auf dem Firmengelände entdeckt worden. Für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner aus den Stadtteilen Brink-Hafen, Vahrenwald, Vahrenheide und Vinnhorst sowie des Langenhagener Stadtteils Wiesenau wurde eine Notunterkunft bereitgestellt. 

Verkehrsader Vahrenwalder Straße war gesperrt

Die Evakuierung hatte planmäßig um 18.30 Uhr begonnen. Für den Personentransport in die Sammelstelle und zurück in die Wohnungen standen kostenlose Busse der Verkehrsbetriebe Üstra bereit. Im Evakuierungsradius lagen auch Teile Langenhagens, die viel befahrene Vahrenwalder Straße wurde nach Auskunft der Feuerwehr voll gesperrt.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 16.09.2022 | 06:30 Uhr

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