Teilnehmerin Isa steht mit einem bunten Regenbogenanzug und ihrem Fahrrad im Rahmen des CSD (Christopher Street Day) auf dem Schützenplatz in Hannover. © dpa-Bildfunk Foto:  Hauke-Christian Dittrich

1.200 Menschen bei Christopher Street Day in Hannover

Stand: 23.05.2021 18:55 Uhr

Mit Regenbogenfahnen an ihren Fahrrädern und Transparenten für mehr Akzeptanz für geschlechtliche Vielfalt haben Demonstranten in Hannover am Pfingstsonntag den Christopher Street Day begangen.

Die Polizei zählte rund 1.200 Teilnehmende. Verstöße gegen die Corona-Regeln registrierten die Beamten keine. "Es wurde sich an alles gehalten", sagte ein Sprecher. Auch größere Verkehrsbehinderungen gab es seinen Angaben nach nicht. Wegen der Corona-Pandemie hatten die Veranstalter nach der Auftaktkundgebung mit Redebeiträgen und Musik eine Fahrrad-Demonstration organisiert. "Bleibt nüchtern, dann klappt es auch mit dem Fahrradfahren!", hieß es vor dem Start auf der Internetseite.

Aufstand nach Polizeirazzia in New York

Der Christopher Street Day findet einmal im Jahr statt und soll an die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, Intersexuellen und queeren Menschen erinnern. Er geht auf Vorfälle im Jahr 1969 in New York zurück: Dort war es in der Christopher Street nach einer Polizeirazzia zu einem Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gekommen. In Erinnerung daran gibt es in vielen deutschen Städten jedes Jahr Veranstaltungen zum Christopher Street Day: vor der Pandemie meist bunte Paraden und Straßenfeste - wegen der Corona-Krise sind derzeit nur Demonstrationen mit Maske und Abstand erlaubt. Das Ziel ist dennoch dasselbe: Die Teilnehmenden fordern ein Ende von Diskriminierung und Ausgrenzung.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.05.2021 | 16:00 Uhr

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