Stand: 03.04.2017 18:20 Uhr  | Archiv

Patriarch Piëch verkauft seine VW-Anteile

Ferdinand Piëch hat seine Anteile an der VW-Dachgesellschaft Porsche SE verkauft. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Käufer sind Angehörige der Familien Porsche und Piëch. Bisher hielt der VW-Patriarch 14,7 Prozent an der Finanzholding, die die Mehrheit der Stimmrechte bei Volkswagen hält. Das verkaufte Paket soll etwa 1,1 Milliarden Euro Wert sein. Piëch bleibt nun nur noch ein geringer Anteil des Aktienpakets. Allerdings bleibt der 79-Jährige im Aufsichtsrat von Porsche SE. Zuvor hatte es Berichte gegeben, dass die Eigentümerfamilien beschlossen hätten, ihn aus dem Gremium zu entfernen. Nun soll er Ende Mai im Amt bestätigt werden.

VIDEO: Ferdinand Piëch verkauft VW-Anteile (2 Min)

Kaufverträge sind unterzeichnet

Piëch wolle jedoch nur bis "zum Vollzug der Transaktion" Mitglied des Kontrollgremiums bleiben, heißt es von der Porsche SE. Die Kaufverträge sind zwar bereits unterzeichnet. Jedoch müssen noch Finanzaufsichtsbehörden mehrerer Länder zustimmen. Welche Familienmitglieder die Anteile übernehmen, ist unklar. Wie groß der verbleibende Anteil Piëchs an der Porsche SE genau sein wird und warum er nicht auch diese Aktien verkauft, ist unklar. Ihm dürfte jedoch weniger als ein Prozent der Stammaktien bleiben. Bei der Porsche SE handelt es sich um eine reine Holdingfirma ohne Autoproduktion. Piëch gehört seit 1981 dem Aufsichtsrat des Unternehmens an.

Weitere Informationen
Das VW-Logo an einem Gebäude.
2 Min

VW-Abgas-Affäre: Weil contra Piëch

Ministerpräsident Weil wirft Ex-VW-Aufsichtsratschef Piëch die Verbreitung von "Fake News" vor. Piëch hatte im Abgas-Skandal mehrere Aufsichtsräte schwer belastet. 2 Min

Ferdinand Piech steht mit dem Rücken zum Publikum auf einer Hauptversammlung der Volkswagen AG.. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

VW: Geht der Patriarch?

Überraschung im Volkswagen-Konzern: Patriarch Ferdinand Piëch will offenbar seine Anteile verkaufen. Die Aktien sollen gut eine Milliarde Euro wert sein. (17.03.2017) mehr

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) äußert sich zu den Vorwürfen von Ferdinand  Piëch. © NDR

Weil wirft Piëch Verbreitung von "Fake News" vor

Ministerpräsident Weil wirft Ex-VW-Aufsichtsratschef Piëch die Verbreitung von "Fake News" vor. Piëch hatte im Abgas-Skandal Anschuldigungen gegen aktuelle Aufsichtsräte erhoben. (09.02.2017) mehr

Ferdinand Piech. © picture alliance / dpa Foto: Julian Stratenschulte

VW-Skandal: Piëch belastet Winterkorn mit Aussage

Im VW-Skandal hat Ferdinand Piëch vor der Staatsanwaltschaft ausgesagt. Nach "Spiegel"-Informationen belastet er mit seinen Aussagen Ex-Chef Winterkorn. Der Konzern schweigt zum Bericht. (03.02.2017) mehr

Ferdinand Piëch als Zeuge im VW-Prozess im Landgericht Braunschweig © AP Foto: Fabian Bimmer

VW-Machtkampf: Piëch tritt zurück

VW-Patriarch Piëch hat nach einem Machtkampf im Konzern sein Amt als Aufsichtsratschef niedergelegt. Niedersachsens Ministerpräsident Weil sprach von einem unausweichlichen Rücktritt. (25.04.2015) mehr

Der Aufsichtsratsvorsitzende von MAN SE, Ferdinand Piech. © dpa-Bildfunk Foto: Fredrik von Erichsen

Ferdinand Piëch: Die graue Eminenz

Ohne ihn läuft nichts bei Volkswagen: Porsche-Enkel Ferdinand Piëch ist der einflussreichste Mann beim Wolfsburger Autobauer. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 03.04.2017 | 18:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Ein Schild weißt auf die 2G-Regel hin. © picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer Foto: Michael Bihlmayer

Corona in Niedersachsen: Der Spagat zwischen 3G und 2G

Die freiwillige Option auf 2G verspricht große Lockerungen und Freiheiten - sorgt aber auch für unterschiedliche Regeln. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen