Stand: 09.11.2018 19:52 Uhr

G20-Verfahren eingestellt: Student war in Japan

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen 29-jährigen Studenten aus Göttingen eingestellt. Dem Studenten war gefährliche Körperverletzung im Rahmen des G20-Gipfels in Hamburg vorgeworfen worden. Allerdings war der Mann während der gesamten Zeit des G20-Gipfels in Japan, wie sein Anwalt am Freitag mitteilte. Ein Großaufgebot der Polizei hatte Ende Juni über mehrere Stunden die Wohngemeinschaft des Göttingers durchsucht. Der Anwalt wirft den Behörden vor, nicht ergebnisoffen ermittelt zu haben. Deshalb werde sein Mandant nun eine Entschädigung für die bei der Durchsuchung entstandenen Schäden bei der Staatsanwaltschaft Hamburg einfordern.

"Känguru-Chroniken" wurden beschlagnahmt

Beamte des Göttinger Staatsschutzes hatten den 29-Jährigen nach Angaben seines Anwalts im Rahmen einer internen Fahndung benannt, weil er aufgrund seiner politischen Aktivitäten bekannt gewesen sei. Bei der Durchsuchung der Studenten-WG seien rund 50 Asservate wie ein Laptop, ein Handy und diverse Datenträger, darunter die CD "Die Känguru-Chroniken" von Marc-Uwe Kling, beschlagnahmt worden, so der Anwalt. Einige davon habe der 29-Jährige bis heute nicht zurückbekommen.

Weitere Informationen

G20-Gipfel in Hamburg

Der G20-Gipfel 2017 fand am 7. und 8. Juli 2017 in Hamburg statt. Im Dossier finden Sie News, Videos, Bilderstrecken und Reaktionen auf das Gipfeltreffen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 09.11.2018 | 13:30 Uhr

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