Im Vordergrund Herbert Diess mit Mikrofon, im Hintergrund das Bild eines VW-Autos. © picture alliance/SvenSimon/Malte Ossowski Foto: SvenSimon/Malte Ossowski

Diess zum Chip-Mangel: Das Schlimmste ist hoffentlich vorbei

Stand: 15.11.2021 20:25 Uhr

Die Chip-Krise setzt dem Wolfsburger Autobauer VW seit Monaten zu. Mittlerweile aber laufe es an einigen Stellen etwas besser, sagte Konzernchef Herbert Diess.

"Wir schlagen uns durch. Wir versuchen, damit zurechtzukommen", sagte er auf dem Wirtschaftskongress der "Süddeutschen Zeitung" in Berlin. "Ich hoffe, dass wir durch das Schlimmste durch sind." Der Vorstandvorsitzende bekräftigte nochmals, dass die in diesem Jahr schon rückläufigen Produktions- und Absatzzahlen wohl auch im kommenden Jahr unter Druck bleiben dürften: "Wir werden sicher nicht alle Autos bauen können im nächsten Jahr, die wir (bauen) wollen", sagte Diess.

Diess: Halbleiter-Mangel nicht überraschend

Weiter machte er klar, dass der Mangel an Halbleiter-Bauteilen nicht so überraschend über die Autoindustrie gekommen sei, wie manche Beobachter behaupteten. Schon vor der Corona-Pandemie mit ihren Lieferengpässen habe man diskutiert: "Was passiert mit dem Internet of Things?" Die zunehmende Vernetzung von Geräten im sogenannten Internet der Dinge werde dazu führen, dass letztlich auch viel mehr Elektronik nachgefragt werde. "Es kommt diese große Welle der Vernetzung auf uns zu." Das hätte man gewusst. Dennoch sei das genaue Ausmaß des Chip-Mangels auch bei Volkswagen nicht wirklich abzusehen gewesen.

Bei Europas größtem Autokonzern hat das anhaltende Fehlen von Mikrochips schwere Folgen. Im Oktober sackten die Auslieferungen der gesamten VW-Gruppe verglichen mit demselben Monat 2020 um gut ein Drittel ab.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 16.11.2021 | 06:30 Uhr

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