Stand: 28.05.2020 11:33 Uhr

DLR erforscht Ausbreitung von Viren in Zügen

Dummies sitzen während eines Tests in einem Zugabteil. © DLR
Das DLR in Göttingen nutzt für seine Untersuchungen Tests mit Dummies und Computersimulationen. Sowohl die Ausbreitung in Flugzeugen als auch die in Zügen wird erforscht.

Verreisen in Corona-Zeiten wird wohl für viele Menschen mit einem mulmigen Gefühl einhergehen - besonders angesichts von Berichten über "Superspreader" - Menschen, die in geschlossenen Räumen Dutzende andere infizieren. Um Lösungsansätze für die Mobilität zu schaffen, untersuchen Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen die Ausbreitung von Viren in Flugzeugen und Zügen. Es solle geklärt werden, wie sich die Virenpartikel in den Fahrgastkabinen verbreiteten und welchen Einfluss die Belüftung habe, teilte das DLR mit.

Tests mit Dummies und Simulationen

Als Ausgangspunkt werde ein "kranker" Passagier in einem voll besetzten Bereich angenommen. Die Forscher prüfen dem DLR zufolge sowohl experimentell mit Dummies und Messgeräten als auch mit Computersimulationen, wie und wie weit sich ausgeatmete Partikel verteilten. Mit ersten Ergebnissen sei in den kommenden Wochen zu rechnen.

Ansteckungsgefahr wird nicht erforscht

Zur Infektiosität der Partikel und der Wirksamkeit von Luftfiltern könnten die Forscher allerdings keine Aussage treffen, hieß es weiter vom DLR. Ebenso wenig werde von den Göttinger Forschern die Wirkung von Luftfiltern betrachtet, wie sie in Flugzeugen eingesetzt werden. Dies werde jedoch unter anderem im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin in Köln erforscht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.05.2020 | 12:00 Uhr

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