Eine Rotbuche steht alleine auf einer Wiese. © picture alliance / Zoonar | Wolfgang Filser Foto: Wolfgang Filser

Auszeichnung: Rotbuche ist Baum des Jahres 2022

Stand: 28.10.2021 14:28 Uhr

Die Rotbuche ist Baum des Jahres 2022. Das hat die Silvius-Wodarz-Stiftung in Bremke bei Göttingen mitgeteilt. Erstmals erhält ein Baum diesen Titel damit zum zweiten Mal.

Die Stiftung hatte die Rotbuche bereits 1990 zum Baum des Jahres gekürt. Mit der erneuten Wahl der in Europa dominierenden Buchenart soll auch auf den Klimawandel aufmerksam gemacht werden. Eigentlich habe der Baum optimale Wachstumsbedingungen in Deutschland, sagte Stefan Meier, Präsident der Stiftung.

"Zustand der Altbuchen ist kritisch"

Wetterextreme wie die Trockenheit in den vergangenen Jahren hätten aber auch diesen Beständen geschadet. "Der Zustand der Altbuchen ist kritisch", sagte Meier. Besser sehe es bei den jüngeren Bäumen aus. Laut der Stiftung zeigen erste Untersuchungen an Jungbuchen, dass diese sich möglicherweise an das veränderte Klima anpassen können.

Stechpalme und Robinie waren Vorgänger

Die Auszeichnung wird seit 1989 vergeben. Die Stiftung will damit über Eigenheiten verschiedener Bäume aufklären und auf bedrohte Bäume hinweisen. Baum des Jahres 2021 ist die Stechpalme, 2020 wurde die Robinie ausgezeichnet.

Weitere Informationen
Blick in die Baumkronen von Buchen im Naturwald "Limker Strang". © picture alliance/dpa Foto: Swen Pförtner

Wildnisgebiet im Solling: Bei Uslar entsteht neuer Naturwald

Die Waldwildnis im Solling wächst weiter: Ein 1.000 Hektar großes Areal kommt hinzu. Aus der Holzwirtschaft kommt Kritik. (25.10.2021) mehr

Im Nationalpark Harz sind zahreiche Bäume braun und vertrocknet © dpa-Bildfunk Foto: Swen Pförtner

Freiwillige pflanzen 5.000 Bäume im Harz

Buchen sollen gepflanzt werden und abgestorbene Fichten ersetzen. Die Aktion läuft bis zum 6. November. (22.10.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 28.10.2021 | 09:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Die Göttinger Forscherin Viola Priesemann spricht im TV-Interview. © picture alliance/Eventpress/Eventpress Stauffenberg

Omikron bereitet auch Göttinger Forscherin Priesemann Sorgen

Die neue Corona-Virus-Variante lasse sich "zum Glück" mittels PCR-Test nachweisen. Sonst ist wenig über sie bekannt. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen