Stand: 14.05.2018 11:41 Uhr

Digitalisierung: Mehr als 5.000 Funklöcher gemeldet

Schweizer Käsescheibe in Form von dem Bundesland Niedersachsen © photocase.de Foto: flobox
Die Netzabdeckung in Niedersachsen weist offenbar einige Löcher auf.

Mit einem Masterplan will die Landesregierung die Digitalisierung in Niedersachsen vorantreiben. Und offenbar ist das dringend nötig: Zweieinhalb Wochen nach dem Start einer Website, auf der Bürger Funklöcher melden können, hat das zuständige Wirtschaftsministerium bereits 5.260 Meldungen registriert. Bis Freitag haben die Niedersachsen noch die Möglichkeit, auf Stellen ohne Netzabdeckung hinzuweisen.

Ministerium über Resonanz erfreut

"Wir freuen uns über die große Resonanz und jede einzelne Meldung", sagte ein Ministeriumssprecher am Montag gegenüber NDR.de. "Es zeigt uns, dass viel Handlungsbedarf besteht." Die Meldungen über Lücken im Netz beträfen alle Mobilfunkanbieter und stammten bislang vor allem von Bürgern aus ländlichen Regionen.

Ergebnisse als Basis für Verhandlungen

Die Ergebnisse sollen der Landesregierung als Basis für weitere Verhandlungen mit den Telekommunikationsunternehmen diesen. Denn die Mobilfunkanbieter sind verpflichtet, bis Ende 2019 bundesweit 98 Prozent aller Haushalt mit dem schnellen Mobilfunkstandard LTE zu versorgen. Die Anbieter geben an, dass die Quote derzeit bereits bei 96,6 Prozent liege.

Land investiert eine Milliarde Euro

Diese Einschätzung zweifelt Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) angesichts der gemeldeten Funklöcher an. "Offenbar stimmt die angegebene Netzabdeckung nicht immer mit der Realität draußen im Land überein", sagte er. Es müsse daher dringend etwas getan werden. Das Land selbst will im Rahmen seines "Masterplans Digitalisierung" bis 2022 eine Milliarde Euro in den Ausbau schnellerer Netze und andere Projekte investieren.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.05.2018 | 16:00 Uhr

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