Stand: 30.08.2019 11:36 Uhr

Wismar führt "Stiefelgeld" für Feuerwehr ein

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In Wismar erhalten Einsatzkräfte der Freiwilliigen Feuerwehren künftig 7,50 Euro pro Einsatz. (Archivbild)

In Wismar werden die Kameraden der beiden Freiwilligen Feuerwehren künftig für ihre Einsätze entschädigt. Das hat die Bürgerschaft am Donnerstagabend beschlossen. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute bekommen demnächst 7,50 Euro pro Einsatz. Die als "Stiefelgeld" bezeichnete Aufwandsentschädigung würde die Stadt für beide Wehren zusammen etwa 25.000 Euro jährlich kosten. Die Anträge kamen von CDU und SPD. Die Einsatzpauschale sei ein Zeichen der Wertschätzung, so SPD-Fraktionschef Michael Tiedke.

Konkrete Umsetzung wird geprüft

Die Auszahlung der Einsatzpauschale soll aktuell noch geprüft werden. Im Gespräch seien zwei mögliche Varianten: Entweder würde das "Stiefelgeld" pro Person und Einsatz persönlich ausgezahlt, oder am Jahresende für die gesamte Wehr ausgezahlt. Nach Angaben der Bürgerschaft sei dies die bevorzugte Variante.

Kritik vom Landesfeuerwehrverband

Wismar folgt damit dem Beispiel von Greifswald. Dort bekommen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ebenfalls 7,50 Euro. Die Einsatzpauschale hat aber nicht nur Befürworter. Der Landesfeuerwehrverband kritisiert das "Stiefelgeld" und befürchtet, dass damit die Freiwilligkeit verloren gehen könnte. Während der Bürgerschaftssitzung waren auch einige Feuerwehrleute anwesend. Sie mussten den Rathaussaal jedoch wegen eines Einsatzes vorzeitig verlassen.

Der Beschluss soll die besondere Situation der Feuerwehreinsätze in Wismar Anerkennung zollen: dem landesweit einmaligen "Rendezvous-System". Wird ein Alarm ausgelöst, rücken in Wismar Berufs- und Freiwillige Feuerwehr immer gemeinsam aus. Egal ob freiwillig oder angestellt: Die Feuerwehrleute aller Wehren machen die gleiche Arbeit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 30.08.2019 | 12:00 Uhr

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