Stand: 14.01.2018 11:08 Uhr

"Waldtaxe" in MV? Touristiker dagegen

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Sollen Touristen künftig für Spaziergänge im Wald bezahlen? Der Tourismusverband ist dagegen. (Archivbild)

Sollen Urlauber in Mecklenburg-Vorpommern künftig neben der Kurtaxe für den Gang zum Strand auch eine Abgabe für das Spazieren durch die Wälder berappen? Der Landeswaldbesitzerverband hatte die Einführung einer "Waldtaxe" gefordert, erste Gespräche dazu gab es bereits. Ähnlich der Kurtaxe soll mit der gebührenpflichtigen Waldbenutzung für Urlauber nach dem Willen der Befürworter die Beseitigung von Müll und Unrat finanziert werden. Der Landestourismusverband hält von den Plänen jedoch nicht viel.

"Erhebliches Konflikpotenzial"

Die geforderte "Waldtaxe" berge erhebliches Konfliktpotential, sagte Verbands-Geschäftsführer Bernd Fischer. "Der Urlauber wird es in keiner Weise akzeptieren, wenn er an allen Ecken und Enden eine aufgehaltene Hand vorfindet, wo er Geld reinlegen soll. Das ist etwas, wo er ab einem bestimmten Zeitpunkt sagen wird, das akzeptiere ich nicht mehr", meint Fischer. Das Risiko, den Urlauber mit einer zusätzlichen Gebühr zu verprellen, sei einfach zu hoch, so Fischer weiter.

Weitere Gespräche Ende Januar

Ein Entgelt für die Nutzung von speziellen Angeboten hält Fischer für unproblematisch. "Wenn ich zum Beispiel einen Erlebnispfad habe, dann kann ich natürlich für diesen Erlebnispfad auch in einem bestimmten Maße ein Entgelt nehmen. Aber für eine allgemeine Möglichkeit, sich im Wald fortzubewegen und im Wald zu wandern - das sehe ich eher problematisch", so Fischer. Noch ist die Idee einer gebührenpflichtigen Waldbenutzung für Urlauber und Tagestouristen nicht vom Tisch. Touristiker, Waldbesitzer und Vetreter der Landespolitik wollen sich noch einmal austauschen. Ende Januar sind im Rahmen einer Tagung konkrete Gespräche in Schwerin geplant.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 14.01.2018 | 12:00 Uhr

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