Stand: 11.07.2019 18:04 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Waldbrand bei Lübtheen: Bund übernimmt Kosten

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Die Kosten für Löschhubschrauber von Bundespolizei und Bundeswehr sowie die für Räumpanzer stellt der Bund nicht in Rechnung. (Archivbild)

Der Bund stellt nach Angaben von Umweltminister Till Backhaus (SPD) die ihm beim Löschen des Waldbrandes bei Lübtheen entstandenen Kosten nicht in Rechnung. Das habe das Bundesfinanzministerium in einem Telefonat zugesichert, so Backhaus am Donnerstag. Somit müssten die betroffenen Gemeinden und der Landkreis Ludwigslust-Parchim nicht für den kostspieligen Einsatz der Löschhubschrauber von Bundespolizei und Bundeswehr sowie der Räumpanzer aufkommen.

Kosten von mehr als 20 Millionen Euro

Nach Angaben von Backhaus ist mit Gesamtkosten in Höhe von knapp 3,5 Millionen Euro pro Löschtag zu rechnen. Bei sieben Löschtagen kämen so mehr als 20 Millionen Euro zusammen. Landrat Stefan Sternberg (SPD) hatte am Mittwoch in Lübtheen erklärt, dass die Kostenaufstellung frühestens am Wochenende feststeht. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Eignerin des betroffenen Geländes habe den Brandschaden auf etwa 15 Millionen Euro taxiert, sagte Backhaus. Bei dem Waldbrand wurden laut Bundesforst 944 Hektar Wald in Mitleidenschaft gezogen. Die Behörden ermitteln wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

Spezialgerät zum Löschen war unumgänglich

Der Brand auf dem früheren, insgesamt 6.200 Hektar großen Truppenübungsplatz bei Lübtheen war am 30. Juni ausgebrochen und konnte erst eine Woche später gelöscht werden. Durch die starke Belastung mit alter Munition waren die Löscharbeiten am Boden massiv eingeschränkt. Die nötige Brandbekämpfung aus der Luft und am Boden mit gepanzerten Fahrzeugen hatte die Kosten nach oben getrieben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.07.2019 | 18:00 Uhr

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